Seit gut einem Jahr wird an der B 27 zwischen Rübeland und Elbingerode gebaut, und die Arbeiten dauern an. Erst wenn alle Vorarbeiten geschafft sind, ist die eigentliche Straße dran. Gesamtinvestition : gut sechs Millionen Euro.

Rübeland. " Werden die denn nie fertig ?" fragt sich so mancher Fahrer in der Schlange vor der Baustellenampel auf der B 27 zwischen Elbingerode und Rübeland. In Schnee und Regen oder jetzt in praller Sonne und Regen – das rot-grüngelbe " Verkehrshindernis " wird bereits seit dem Sommer 2008 immer wieder lästig. Und es bleibt auch noch lange.

" Alles, was bis jetzt gebaut wurde, ist nur die Vorbereitung für den eigentlichen Straßenbau ", informiert Hans-Ulrich Labinski, Sachgebietsleiter " Brücken " beim Landesbaubetrieb West, die Harzer Volksstimme auf Nachfrage zum Stand der Dinge auf der Riesenbaustelle. Sie ist über einen Kilometer lang und soll einmal zu breiten Straßen und ordentlichen Geh- sowie Radwegen in gestalteter Landschaft werden. Allein fünf Brückenbauwerke sind dafür nötig. " Eine sehr komplexe Baustelle, obendrein nur bei halbseitiger Sperre, also bei fließendem Verkehr zu bearbeiten ", so Labinski weiter. Kompliziert ist sie auch für Durchreisende : Mal sind die provisorischen Übergänge voller Schlamm, mal staubig, dann verläuft die Straße wieder woanders – fließender Baubetrieb. Das Gute daran : " Ende Juli werden wir mit dem ersten Los fertig, Restarbeiten dauern bis August ", so Labinski. Soll heißen : Der erste große Bauabschnitt mit der langen Hangsicherungsmauer und drei Brückenbauwerken wird – für rund 3, 5 Millionen Euro – nun fertig. Dann beginnt Los II. Dabei seien zwei weitere Brücken und weitere Stützmauern neben der Straße hochzuziehen. Sie kosten rund 1, 6 Millionen Euro, und das Bauziel ist, Ende 2009 fertig zu werden. Das sei realistisch, so Hans-Ulrich Labinski, sofern es keine unvorhergesehenen Komplikationen gebe. Aber auch danach ist das Bauende noch nicht ganz in Sicht. Denn es folgt mit Los III die eigentliche Sanierung der Straße. Dafür seien jetzt die Ausschreibungen im Gange, so der Brückenbauexperte. Die Arbeiten sollen sich nahtlos anschließen oder sich mit den Arbeiten zu Los II überlappen. Sie kosten dann nochmal 1, 2 Millionen Euro und sollen bis Mai 2010 geschafft sein. Wie es Michael Schanz, Chef des Landesbaubetriebs West, gestern bestätigte und wie es auf dem großen Informationsschild an der B 27 etwas versteckt in Rübeland auch steht. Labinski dazu mit der den Bauexperten eigenen Voraussicht und Vorfreude : " Dann wird der ganze Abschnitt so ordentlich und schön aussehen, wie sich das die meisten Leute derzeit noch gar nicht vorstellen können. "