Wernigerode / Halberstadt

( ru ). Vor 50 Jahren starb der Maler Otto Illies in Wernigerode. Aus diesem Anlass zeigt das Gleimhaus in Halberstadt noch bis zum 2. August eine große Retrospektive seines Werks.

Illies war Landschafts-, Interieur-, Stillleben- und Blumenmaler. Im Harz fand er eine eigentümliche Bildwelt, die er höchst charakteristisch wiederzugeben verstand. Bäume, Felsen, Steinbrüche und die sogenannten Pingen zählten zu seinen bevorzugten Motiven. Die aktuelle Ausstellung zeigt Arbeiten aus allen Phasen und Gattungen des Schaffens von Otto Illies sowie Dokumente seines Lebens. Aus den Grafkmappen des künstlerischen Nachlasses wurden Kostbarkeiten der zu jener Zeit kaum geläufgen Gattung der Blumendarstellung ans Licht gebracht.

Zur Ausstellung " Farbenschöpfung " ist ein reich bebilderter Katalog erschienen, in dem auch umfangreiche Auszüge aus den Jugenderinnerungen Illies’ erstmals publiziert wurden. " Über die Jugend des Malers in Japan, Hamburg, München und Weimar haben wir somit detaillierte Kenntnisse ", teilte Kurator Dr. Reimar Lacher mit. Über seine spätere Zeit in Wernigerode, wohin Illies im Jahr 1924 übersiedelte und wo er sich am Zwölfmorgental ein Haus bauen ließ, soll zum Abschluss der Ausstellung am Sonntag, 2. August, um 15 Uhr von Zeitzeugen berichtet werden.

Deshalb bittet Reimar Lacher : " Wer selbst noch Erinnerungen an den Maler Otto Illies hat, wird gebeten, sich mit dem Gleimhaus in Halberstadt unter Telefon ( 0 39 41 ) 68 71 32 in Verbindung zu setzen.

Sonntag letztmals

öffentliche Führung

Abschließend informierte der Kurator, dass er am kommenden Sonntag, 26. Juli, zum letzten Mal eine öffentliche Führung durch die Ausstellung anbietet. Die Interessenten sind dazu herzlich eingeladen. Beginn der Ausstellungsführung ist um 11 Uhr.