Wernigerode. Auf den Spuren ihrer eigenen Familiengeschichten strömten knapp 270 interessierte Besucher in die letzte Vorlesung der GenerationenHochschule vor der Sommerpause auf dem Wernigeröder Campus der Hochschule Harz. " Lassen sie sich heute von der ehrenamtlichen Familienforscherin der Kirchengemeine St. Johannis, Margarete Jurkowski-Potutschek, begeistern und fnden sie mit ihr heraus : Ahnensuche – Wie geht das ?", begrüßte Rektor Prof. Dr. Armin Willingmann die Teilnehmer. " Ich bin stolz, dass die Hochschule Harz auch mit dieser Vorlesung ihren Bildungsauftrag für die Region erfolgreich erfüllen wird. Trotz allen Einspardrucks aus der Politik wollen wir mit den Bürgern in Kontakt bleiben und setzen die GenerationenHochschule im Herbst sowie im Jahr 2010 fort ", versicherte Willingmann.

Wer kennt das nicht : Beim Aufräumen in Schränken und Kommoden fnden sich oftmals längst vergessene Dokumente und alte Familienfotos wieder an. Aber wer genau auf dem Bild war das nochmal ? Meist wissen die Großeltern Bescheid. Doch wenn die nicht mehr da sind, muss man sich selbst auf die Suche nach der Antwort begeben. " Früher spielte die eigene Abstammung eine wichtige gesellschaftliche Rolle. So durfte beispielsweise ein König keine Bürgerliche heiraten ", erklärte Margarete Jurkowski-Potutschek. " In der schnelllebigen Gesellschaft von heute allerdings hat fast jeder Mensch ein gesteigertes Geschichtsbewusstsein und will Sicherheit über seine eigenen Wurzeln. Ahnensuche in Deutschland gleicht nahezu einem Volkssport. "

" Halte Sie ihre

Erkenntnisse für die

Enkelkinder fest "

Mithilfe von Internet, Kirchen- und Gerichtsbüchern ist es möglich, seine Ursprünge bis in die Mitte des 16. Jahrhunderts zurückzuverfolgen, durch entsprechende Steuerlisten zum Teil sogar bis zum 14. Jahrhundert. " Wer von ihnen wäre nicht gerne mit einem Blaublut oder einer berühmten Persönlichkeit verwandt ? Bei mir ist es Karl May ", sagte Margarete Jurkowski-Potutschek stolz.

Allerdings haben Kriege, Epidemien und Feuer viele historische Unterlagen vernichtet. Auch wird die Suche durch fehlende Lesbarkeit von Kirchenbüchern, Namensgleichheiten und heute nicht mehr existierende Gemeinden erschwert. " Lassen sie sich aber nicht entmutigen. Sammeln sie, beschriften sie und halten sie ihre Erkenntnisse für ihre Enkelkinder fest ", betonte die passionierte Ahnenforscherin. " Sie werden viel über ihre Ahnen herausfnden, wenn sie nur wollen – über ihre Berufe, ihre Sorgen, ihre Freuden und über ihr Leben. Vergessen sie dabei nie : Jede Familie hat ein Geheimnis. "

Nach den " Semesterferien " geht die GenerationenHochschule am Dienstag, 6. Oktober, zwischen 17 und 19 Uhr im AudiMax der Hochschule in eine neue Runde. Rektor Armin Willingmann wird über die Rolle der Juristen im sogenannten Dritten Reich berichten. Für eine Teilnahme an den Veranstaltungen ist eine Registrierung zu jeder einzelnen Vorlesung nötig. Anmeldungen sind möglich im Internet auf der Webseite : Übrigens

www. generationenhochschule. de