Halberstadt ( mos ). Der Boxsport besitzt in der Harzregion Tradition. Nach Blankenburg, Thale und Quedlinburg hat jetzt auch Halberstadt einen Boxsportverein. Vor rund vier Wochen haben die Boxwölfe ihr Trainingsquartier in der Gröperstraße 30 aufgeschlagen und am Sonnabend zum Tag der offenen Tür eingeladen. Zwar sagte der angekündigte Ex-Juniorenweltmeister Oliver Güttel aus persönlichen Gründen ab, aber es wurde trotzdem ein toller Tag.

Rund 30 Neugierige und Freunde des Boxsports besuchten die Trainingsräume, um sich bei Kaffee und Kuchen und einigen Wettkampfspielen sowie simulierten Kampfeinheiten ein Bild vom modernen Boxsport zu verschaffen. " Wir bieten Amateur- und Fitnessboxen für alle Altersgruppen von acht bis 80 Jahren ", erklärt Trainingsgruppenleiter Gerald Lehmann. Organisatorisch zählen die Boxwölfe zum SV Halle. Insgesamt betreuen neben Gerald Lehmann, noch zwei Trainer die zwölf Nachwuchstalente unterschiedlicher Gewichtsklassen in dem kleinen, aber komplett ausgestatteten Boxsportstudio.

Mit Schlägerei und Brutalität, hat das, was Gerald Lehmann und sein Team betreiben, nichts zu tun. " Vielmehr geht es um die Ausbildung von Kondition, Körperwahrnehmung, Motorik und die Entwicklung der Persönlichkeit. " Worauf es beim Boxen ankommt, weiß auch schon der achtjährige Jerome aus Halberstadt : " Wichtig ist die Deckung und die Beinarbeit. " Bis Jerome aber in den Ring steigen darf, muss er noch zwei Jahre warten, denn laut der Statuten ist Kindern das Boxen im Ring erst ab zehn Jahren erlaubt.

Ihren ersten Wettkampf bestreiten die Halberstädter Boxwölfe am Sonnabend, 22. August, in Blankenburg. " Dort haben wir geeignete Sparringspartner gefunden ", berichtet Gerald Lehmann, der mit weiteren Boxvereinen der Umgebung in Kontakt steht, um seine Nachwuchstalente optimal fördern zu können.