Von Ingmar Mehlhose

Wernigerode. 22 Canabispfanzen, einige Gramm Canabisharz bzw. Hanf-Tabak-Gemisch, Rauchutensilien und anderthalb gestohlene Drahtesel : Diese etwas ausgefallene Diebeskollektion war gestern Morgen im Wernigeröder Kommissariat zu bestaunen.

Sie gehörten bis in die Nacht zu Donnerstag einem jungen Mann aus Reddeber, schilderte Kripochef Andreas Haberlag den Fall. Der 21-J ährige war einer Streife der Schutzpolizei aufgefallen, weil er gegen 0. 45 Uhr die Theodor-Fontane-Straße ohne Licht und in Schlangenlinien entlang radelte. Haberlag : " Er wirkte sehr unsicher und hatte Probleme beim Absteigen. " Die misstrauisch gewordenen Kollegen merkten, dass da mehr als nur Alkohol im Spiel war, lobte der Hauptkommissar deren Umsicht. Der Sünder gestand daraufhin, neben Bier auch Canabis " genascht " zu haben und stimmte einer Blutentnahme zu.

Die Polizisten nahmen die Wohnung des bereits wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz, Körperverletzung und Diebstahls in der Dienststelle bekannten Herren unter die Lupe. Und wurden fündig. Andreas Haberlag : " In der Stube haben sie einen zum Gewächshaus umgebauten Schrank entdeckt. " Darin sprossen die laut Aussage des Reddeberaners " für den Eigenbedarf " gepf anzten Gewächse.

Weil die Beamten schon einmal vor Ort waren, schauten sie sich noch weiter um. Dabei f el ihnen ein Fahrrad auf. Auch hier ein Volltreffer. Der Kriminalist : " Das war 2004 in Buxtehude bei Hamburg geklaut worden und deshalb zur Fahndung ausgeschrieben. " Rätselhaft ist bislang nur die Herkunft eines weiteren halben Drahtesels. Bei ihm wurde die Rahmennummer herausgefeilt.

Die Ermittlungen hat das Polizeirevier Halberstadt übernommen. Der 21-J ährige ist wieder auf freiem Fuß.