Wernigerode. In der Beratungsstelle des Regionalen Förderzentrums in Wernigerode werden Kindergarten- und Grundschulkinder auf ihre Begabung getestet. Deshalb besuchte auch Anja Zenkner mit ihrer Tochter Lea Kristin die Einrichtung. Die Vermutung der Mutter hat sich bestätigt : Die Siebenjährige ist hochbegabt.

" Die kleine Lea hat überdurchschnittliche Ergebnisse erzielt ", erklärt Jutta Fiebiger vom Förderzentrum. " Nun müssen wir sehen, wie es mit ihr weiter geht – ob eventuell eine Umschulung in Frage kommt oder sie eine Klasse überspringen wird ". Jutta Fiebiger betreut die Kinder und Jugendlichen, während diese die Tests, bestehend aus Sprach- und Aktionsteil, absolvieren und wertet die Ergebnisse anschließend mit den Kindern und Eltern aus.

Das Förderzentrum besitzt seit Kurzem sogar zwei Versionen der Prüfung – einmal für Kindergartenkinder und einmal für Sechs- bis 17-Jährige. Das verdankt die Einrichtung vor allem der Wernigeröder Stadtwerke-Stiftung, die 2000 Euro für den Kauf des neuen Materials spendete. Jutta Fiebiger ist froh darüber : " Alles zusammen hat 3000 Euro gekostet. Ohne die Stiftung hätten wir uns das Material nicht leisten können. " Die alte Version sei zehn Jahre alt gewesen und dürfe offiziell nicht mehr verwendet werden. Laut Fiebiger zeigen wissenschaftliche Untersuchungen, dass etwa zwei bis drei Prozent der Schüler eines Jahrgangshoch- oder teilhochbegabt sind. " Deshalb ist es wichtig, eben diese Kinder zu entdecken und entsprechend zu fördern. "

Das sieht Oberbürgermeister Peter Gaffert, Vorstandsmitglied der Stadtwerke-Stiftung, genauso : " Die Bitte des Förderzentrums um Unterstützung haben wir schnell und unkritisch befürwortet. Es ist eine Investition, die sich lohnt und mit der langfristig Erfolge erzielt werden können.