Mit Anpacken – heißt es derzeit im Hohnehof bei Drei Annen Hohne. In anderthalb Wochen findet dort das Gemeinschaftskonzert " Sagenumwobene Bergwildnis " statt. Für die Mitarbeiter des Nationalparks Harz laufen die Vorbereitungen dafür auf Hochtouren.

Drei Annen Hohne. Zarte Elfen, verschmitzte Trolle, spukende Waldgeister und traumhaft schöne Musik – kurz vor der Sommersonnenwende wird es im Hohnehof wieder wildromantisch. Unter dem Motto " Sagenumwobene Bergwildnis " findet am Freitag, 19. Juni, um 20 Uhr rund ums alte Forsthaus im Wald von Drei Annen Hohne das zweite Musik- und Tanzspektakel statt – in Zusammenarbeit von Nationalpark Harz, Philharmonischem Kammerorchester Wernigerode und der RM Balance Dance Company Blankenburg.

Was im vergangenen Jahr als kühne Idee startete, entwickelte sich bei der Erstauflage im Juni 2008 zu einem Riesenerfolg. " Es kamen 200 Gäste mehr als eingeplant ", erinnert sich Organisatorin Irmtraud Theel vom Nationalpark Harz. " Wir mussten uns auf die Schnelle noch um mehr Sitzgelegenheiten kümmern. "

Damit das diesjährige Konzert ähnlich erfolgreich wird, laufen im Forsthaus die Vorbereitungen gerade auf Hochtouren. Der Rasen im Hof wurde bereits gestutzt, die Bühne wird gezimmert, und sogar ein hölzernes Eingangstor für das Gelände wird gebaut.

Auch musikalisch und tänzerisch wird den Besuchern einiges geboten : " Der Koboldstanz " von Dvorak, " Ein Tanz von Rüpeln " aus Mendelssons " Sommernachtstraum ", " Im Krapfenwaldl " und " Flattergeister " von Strauss – sind nur einige Leckerbissen, die Orchesterchef Christian Fitzner vorab verrät. Die Moderation und einige Soloparts übernimmt die Berliner Sopranistin Ingrid Krauß. Den krönenden Abschluss bildet Smetanas " Moldau ". Und dieses Stück ist es auch, das Heide Reinsch von RM Balance und ihre Tänzerinnen vor eine große Herausforderung stellt.

Kerzen bei Einbruch der Dunkelheit

" Ich habe dafür eine umfangreiche Choreograf e entworfen ", sagt sie auf Volksstimme-Nachfrage. " Schließlich sind elf Minuten Musik zu vertanzen. " Wasser, Jagd, fröhliche und ängstliche Menschen, Tiere, Mond und Sterne sollen tänzerisch dargestellt werden. 25 ihrer Schülerinnen zwischen acht und 23 Jahren wirken dabei mit. Derzeit werden in Blankenburg eifrig die fantasievollen Kostüme genäht, weil " wir das Wenigste aus unserem Fundus dafür verwenden können ", so Heide Reinsch, die sich wie ihre Schülerinnen auf das Spektakel im Hohnehof freut.

Ins richtige Licht gerückt werden die tanzenden Elfen und auch die umgebende Natur von einem Beleuchter. Bei Einbruch der Dunkelheit sollen zudem zahlreiche Teelichter für Atmosphäre sorgen. Und auch für Gaumenfreuden ist laut Irmgard Theel gesorgt. " Es gibt wie beim letzten Mal Brennesselspezialitäten und Delikatessen aus Wildkräutern. " Größtes Problem waren im vergangenen Jahr die Mücken, die sowohl Zuschauer als auch Musiker und Tänzer piesackten. " Diesmal haben wir vorgesorgt ", kündigt die Nationalpark-Mitarbeiterin an. " Wir haben extra ein Mückenspray aus Schweden besorgt, das ist wohl das einzige, was gegen die hartnäckigen Gnitten hilft. "

Nun hoffen alle Beteiligten nur noch, dass der Wettergott mitspielt. " Das ist das Risiko, das wir nicht beeinflussen können ", sagt Irmgard Theel und rät den Zuschauern : " Am besten Schirm und Regencape dabei haben !"

Karten für diese Veranstaltung sind in der bekannten Vorverkaufsstelle und bei der Nationalparkverwaltung Harz in der Wernigeröder Lindenallee erhältlich. Anfragen sind unter der Telefonnummer ( 0 39 43 ) 55 02 15 möglich.