Angstabbau, Frustbewältigung, Zusammenhalt und Kommunikation sind die Ziele des Gemeinschaftsprojektes " Du und ich – wir sind ein Team ", das in diesem Jahr ausschließlich an Blankenburger Schulen stattfand. Organisiert wurde es im fünften Jahr vom Netzwerk " life is my future ".

Blankenburg ( jmü ). Nach der Klasse 5 a der Heine-Schule, der 5 b der Bebel-Schule sowie Förderschülern aus Wienrode und Wernigerode erlebten nun auch die Sechstklässler der beiden Blankenburger Sekundarschulen ein erlebnispädagogisches Intensivtraining in Hasselfelde. Das Projekt " Du und ich - wir sind ein Team " wurde bereits zum fünften Mal angeboten und sorgte seither in 27 Klassen für Begeisterung.

", Du und ich – wir sind ein Team ‘ soll Schüler und Lehrer dabei unterstützen, die Integration jedes Einzelnen nach Beendigung der Grundschule in ihre neuen Klassen positiver zu gestalten ", erläuterte Maik König vom Jugendamt des Harzkreises und Leiter des Präventionsnetzwerks " life is my future ".

Das Konzept, das von ihm vor fünf Jahren entwickelt und immer verfeinert wurde, sieht theoretische und praktische Übungselemente vor. " Besonders Rollenspiele sind eine oft eingesetzte Trainingsmethode ", so König. Die Kinder sollen lernen, mit Frust friedlich umzugehen, Kritik einstecken zu können und Regeln einzuhalten. Ungewohnt für einige war deshalb auch, dass die Trainer kein Blatt vor den Mund nahmen, klare Ansagen machten, Regelverstöße konsequent ahndeten und alle Übungen durchzogen – gegen manchen Frust und Übellaunigkeit. " Trotzdem waren fast alle gut gelaunt, egal ob bei Sonne, Regen oder Kälte. In der Köhlerhütte wurde abends bei kleinem Lagerfeuer gespielt, gerätselt oder gesungen. " Damit würden das Miteinander gefördert, Mobbing und Gewalt verhindert sowie der Spaß in der Klasse erhöht. Wichtig dabei sei auch die Betreuung durch Eltern und Lehrer. So gehört zum Projekt auch ein gemeinsamer Familienabend mit Grillen.

" Im Vordergrund steht das miteinander Reden ", erklärte König. Deshalb waren auch Handy, MP 3-Player und Spielkonsolen tabu. " Es machte sich auch in diesem Jahr bemerkbar, dass manche Kinder ihre Probleme oder Sorgen in sich hineinfressen oder versuchen, sie durch Aggressionen zu kompensieren. Hier müssen Eltern besonders auf ihre Schützlinge achten und ihnen so viel Zeit wie möglich widmen ", so der Teamleiter. Das könne kein noch so erfolgreiches Projekt erreichen. Ohne die Familie und eine herzliche wie auch konsequente Erziehung und Fürsorge würden schnell alle gelernten Methoden vergessen.

" Fast allen Schülern ", so König, habe das Training rund um die Skihütte in Hasselfelde Spaß bereitet – ob beim Klettern an den Seilen, wo sie vom Team um Bernd Motzko, Jugendpfleger des Landkreises, toll betreut wurden, oder den Vertrauensspielen im Wald. Zum Programm gehörten auch Meditation sowie Stressbewältigung, gemeinsames Kochen, " Gefangenenfrühstück ",

Nachtwanderung mit Mutprobe, Blindenparcours, Spinnennetz ( das Durch- und Überqueren von Seilen, ohne sie zu berühren ) und vieles mehr.

Weitere Infos und Anmeldungen für das nächste Schuljahr gibt ‘ s im Internet.

www.limf.de