Mit einem Doppelsieg für Benneckensteins Finker endete gestern das Finkensingen auf der Waldschneise. Allein beim Kampfsingen waren 50 Buchfinken gesetzt worden. Anschließend wurde mit Folklore und Pfingstwurstbraten zünftig in den Tag gefeiert.

Benneckenstein. Ob Finkenfreunde aus Wieda oder Altenau, Hasselfelde oder Benneckenstein, sogar Gäste aus Oberursel bei Frankfurt / Main und zahlreiche Zuschauer aus der Umgebung konnte Finkenvereinschef Horst Rieche gestern früh auf der Waldschneise bei Benneckenstein begrüßen. Sie alle wollten das einzigartige Schauspiel des fröhlichen Gezwitschers erleben. Für die Sachkundigen war es natürlich weit mehr als " Gezwitscher ". Sie erläuterten interessierten Zuhörern die Rufe, das Prozedere und die Natürlichkeit dieses Vogelsports.

Ab 6 Uhr waren etliche Vögel einzeln zum Schönheitssingen aufgestellt worden. Sieger wurde ein Fink von Werner Börger für Benneckenstein, der 99, 16 Punkte ersang. Platz zwei und drei ging an Vögel von Gerhard Oberländer ( 98, 66 Punkte ) und Klaus Kober ( 98, 25 Punkte ). Beide sind ebenfalls aus Benneckenstein, so dass die Sieger der Schönheitsklasse diesmal komplett an Benneckenstein gehen. Und nicht nur das. Auch der Finkenkönig 2009 ist aus " Benne " : Gerhard Oberländers Fink schaffte in einer halben Stunde 354 Rufe. Es folgten Vögel von Helmut Ehrenberg aus Altenau ( 325 Rufe ) sowie Manfred Pförtner, wieder Benneckenstein, mit 290 Gesängen.

Bürgermeister Hans-Herbert Schulteß zeichnete gemeinsam mit dem Europabgeordneten und -kandidaten Dr. Horst Schnellhardt ( CDU ) die Sieger auf der Waldbühne aus. Danach sangen die Trachtengruppen aus Benneckenstein und Hohegeiß, während auf der Waldschneise nebenan die traditionellen Feuer rauchten, die Pfingstwürste in der Asche garten und Jung und Alt gemeinsam gemütlich Pfingsten feierten, wie es hier seit langem Brauch ist. Das nächste Finkensingen ist kommenden Sonntag, 7. Juni, in Tanne.