Frühgeborene werden im Harz-Klinikum gut umsorgt. Und das seit zehn Jahren. Grund genug für Ärzte und Schwestern der Neonatologie in Wernigerode, ihre ehemaligen kleinen Patienten und deren Eltern zu einem großen Sommerfest einzuladen.

Wernigerode ( ru / pwr ). Wand an Wand zu ihren Müttern werden die Winzlinge und kranken Babys medizinisch versorgt. Die Neugeborenen-Intensivstation wurde im September 1999 im Neubau der Frauenklinik des Harz-Klinikums Wernigerode eröffnet. Eingebettet ist diese Spezialabteilung der Kinderklinik zwischen Wochenstation und Kreißsaal. Seit zehn Jahren hat sich diese medizinische Betreuungsform bewährt.

Maßgeblichen Anteil daran hat das Team um Dr. Dieter Sontheimer. Der Chefarzt der Kinderklinik wechselte im Mai vor elf Jahren von Heidelberg in den Harz und brachte seine Erfahrungen und Ideen ein. Ziel war, eine Station zu schaffen, " die zwar wie eine Intensivstation eingerichtet ist, aber wie ein Wohnzimmer aussieht ", so Sontheimer. Er habe sich dabei an Forschungsergebnissen aus den USA orientiert, die den Erfolg solch einer " sanften Neonatologie " belegen.

So entspreche die Pflege von Frühgeborenen individuell den Bedürfnissen jedes einzelnen Kindes, " um so positiv auf dessen Hirnentwicklung einzuwirken ". Technische Geräte kommen nur zum Einsatz, wenn es unbedingt erforderlich sei. Sontheimer : " Es sind vielmehr die Eltern, die durch häuf gen Körperkontakt, auch ‘ Känguruhen ‘ genannt, ihre Kinder liebevoll in den ersten Tagen und Wochen begleiten. "

Das Modell von Anfang an mit geprägt, hat die Stationsschwester Kerstin Buch. " In den zurückliegenden zehn Jahren hat die Zahl der Patienten auf unserer Neugeborenen-Intensivstation stetig zugenommen. " Insgesamt seien in Wernigerode 2205 Babys betreut worden, " darunter auch immer unreifere Frühgeborene ". Kerstin Buch : " Wir versorgen Frühchen schon ab 29 Schwangerschaftswochen, Babys, die elf Wochen vor dem Geburtstermin das Licht der Welt erblickten. " Dementsprechend sei die Zahl der Kinderkrankenschwestern von anfangs fünf auf jetzt 14 gestiegen. Neben den Kindern aus Wernigerode würden bei Bedarf auch Babys aus den benachbarten Frauenkliniken in Goslar und Quedlinburg versorgt. Dabei habe sich der Neugeborenen-Notdienst bewährt, der sogenannte " Känguruh " -Transport, bei dem das Baby nicht im Brutkasten, sondern direkt auf dem Körper der Mutter liegt.

Den Erfolg von zehn Jahren Neonatologie in Wernigerode wollen Ärzte und Schwestern nun mit ehemaligen Patienten und deren Eltern sowie Familienangehörigen gemeinsam feiern : am Sonnabend, 20. Juni, von 11 bis 15 Uhr im Garten der Kinderklinik in der Steinbergstraße 1 in Hasserode mit einem großen Sommerfest. Stationsschwester Kerstin Buch : " Wir hoffen auf eine große Resonanz. Denn alle sind gespannt, wie sehr sich die Winzlinge verändert haben. "

Für all die jungen Gäste ist ein Unterhaltungsprogramm mit Spiel, Spaß und viele Überraschungen vorbereitet. Ebenso wird für der leibliche Wohl der Kleinen und Großen gesorgt sein.