Wernigerode. Der in Berlin lebende Maler und Grafiker Dr. Walter Herzog wird mit dem Kunstpreis der Stadt Wernigerode geehrt. Die feierliche Verleihung findet am Donnerstag, 18. Juni, ab 17 Uhr während einer Sondersitzung des Stadtrates im großen Festsaal des Rathauses statt.

" Er ist ein sehr sensibler, genau arbeitender Mensch ", sagt Rainer Schulze. Der Vorsitzende des Kunst- und Kulturvereins kennt den 1936 in Dresden geborenen Künstler seit gut 30 Jahren. Schulze : " Bei ihm ist gedanklich immer noch etwas dahinter. " Bilder, die einen Blick in die dritte Dimension erlauben, einladen, sich selbst Motive zu erträumen.

Der gelernte Maurer und Architekt fühlt sich seit vielen Jahren mit Wernigerode verbunden. 1985 entstanden erstmals Werke mit Ansichten des Mittelgebirges. In zehn Radierungen zeichnete Walter Herzog das Gedicht " Harzreise im Winter " von Johann Wolfgang von Goethe nach.

Vor zwei Jahren war der Künstler zudem an der Gründung der Kulturstiftung Wernigerode beteiligt. Schulze : " Er hat verfügt, dass seine Arbeiten hier gelagert werden. " Dieses Archiv umfasst derzeit etwa 2500 originale Druckplatten. Inzwischen ist dazu das dritte Werkverzeichnis erschienen.

Die Harzstädter und ihre Gäste werden sich im Übrigen selbst von der Kreativität des Kunstpreisträgers 2009 überzeugen können. Nach dem Festakt wird um 18 Uhr in der " Galerie 1530 ", Marktstraße 1, eine Ausstellung eröffnet. Um die 100 Radierungen und Handzeichnungen aus den Jahren 1979 bis 2009 werden unter dem Titel " Landschaft & Gestalt " bis zum 31. Dezember zu sehen sein. Rainer Schulze : " Der Schwerpunkt liegt auf den zuletzt geschaffenen Bildern. "

Walter Herzog hat sich kürzlich mit seiner Kunst auf der Festung Königstein präsentiert. Der Vereinschef : " Dort waren etwa 80 000 Besucher. "