Wernigerode. Vier Millionen Babys sterben jedes Jahr weltweit noch in ihrem ersten Lebensmonat an Unterkühlung.

Deshalb initiierte die Hilfsorganisation " Save the Children " die Aktion " Mütze voll Leben ". Dabei geht es darum, so viele Babymützen wie möglich zu stricken. Diese werden nach Afrika, Südamerika und Asien direkt zu den betroffenen Säuglingen gebracht.

Katharina Steingaß, Geschäftsführerin der Kreisarbeitsgemeinschaft Harz in der Ländlichen Erwachsenenbildung ( LEB ), hat dafür gesorgt, dass in und um Wernigerode emsig die Nadeln klappern. " Ich habe im November den Aufruf gestartet, und seitdem sind bei uns schon 133 Mützen aus Rohdersdorf, Hüttenrode und Wernigerode eingetroffen ", berichtet sie.

Die Gruppe Kontakte-Hilfe-Perspektiven trifft sich seit gut vier Jahren in der LEB-Geschäftsstelle, Breite Straße 84, zur gemeinsamen Handarbeit. Die Mitglieder haben sich ebenfalls an dem Projekt beteiligt. " Als Frau Steingaß uns davon erzählte, war für uns sofort klar, dass wir da mithelfen. Stricken ist unser Hobby, und wenn wir damit auch noch Leben retten können, ist das super, " zeigt sich Monika Görner aus Wernigerode begeistert.

Bisher sind deutschlandweit 710 000 Babymützen gestrickt worden. Angepeilt waren " nur " 30 000. Die Hilfsaktion soll außerdem eine Gedächtnisstütze für die Regierung sein, ihr Milleniumsziel, die Säuglingssterblichkeit bis 2015 um zwei Drittel zu senken, nicht aus den Augen zu verlieren.

Es ist noch nicht zu spät, sich an der Initiative zu beteiligen. Mützen-Einsendeschluss ist laut Geschäftsführerin der 1. Juli. Wer sich noch daran beteiligen möchte, kann sich bei ihr unter Telefon ( 0 39 43 ) 55 79 10 melden.

Weitere Informationen zu dieser Aktion gibt es zudem auf der Internetseite :

www.savethechildren.de