Altenbrak ( cst ). Dass eine Fliege mehr sein kann, als nur der dicke Brummer auf dem Kuchenstück und dass man mit einer ganz besonderen Fliege Forellen angeln kann – darüber informierten jüngst Mitglieder des in Altenbrak beheimateten Fliegenfischer- und Gewässerschutzvereins Bodetal. Die Vereinsmitglieder hatten im " Festzelt " auf der Bodewiese in Altenbrak ihre Tische aufgestellt und gaben Interessierten einen tiefen Einblick in die Arbeit des Vereins.

Und das sei eine wichtige, informierte der erste Vorsitzende Hans-Werner Klapproth. Schließlich gehe es darum, die Lebensqualität der Forellen in der Bode zu erhalten. Klapproth : " Wenn die Fische sterben, sterben auch die anderen Lebewesen. " Aus diesem Grund setzen die Vereinsmitglieder jedes Jahr rund 100 000 Forelleneier in der Bode aus. Dies werde bereits seit 2001 praktiziert. Und seitdem seien mehr als 700 000 Eier in den Harz-Fluss entlassen worden.

Ziel sei es, erklärte der erste Vorsitzende, so einen sich selbst erhaltenden Stamm dieser Fische in der Bode aufzubauen. Um diese Arbeit in Zukunft noch effektiver erledigen zu können, wolle der Altenbraker Verein nun ein sogenanntes Bruthaus für die Eier errichten.

Ein Grund, für die nach seinen Worten als ökologisch ungenügend eingestufte Bode, hatte Klapproth gleich parat : die Talsperre. Weil diese das Wasser staut, würde es kein Kiesgeschiebe mehr in dem Fluss geben. Und ohne das könnten die Forellen keine zur Eiablage nötigen Gruben schlagen.

Zum Fliegenfischen selbst sagte Klapproth, dass es eines der besten Hobbys überhaupt sei. Und das hat dem rund 115 Mitglieder starken Verein sogar Unterstützer aus dem nahen Ausland beschert : wie zum Beispiel Eildert und Janney de Boer aus den Niederlanden. Die beiden, selbst Fliegenfischer, hätten über Kontakte in der Szene, Verein und Bodetal kennengelernt und seien so schließlich zu Mitgliedern geworden.