Von Rainer Marschel

Blankenburg. Mit der feierlichen Übergabe der Reifezeugnisse im Atrium des Thie-Gymnasiums endete für die insgesamt fünf Abiturklassen am vergangenen Freitag unwiederbringlich deren Schulzeit. Schulleiter Dr. Bernd Büchel verband dies mit der Hoffnung, dass sie alle " bis zum 69. Lebensjahr arbeiten würden – ohne Krankheit versteht sich !".

Im Beisein der Eltern, zahlreicher Verwandter und Freunde der Abiturienten sprach er rückblickend von einem langen Weg, " der in vielen Fällen nicht einfach war ". Was er damit meinte, war vor allem die augenscheinliche Mathematikschwäche gerade dieses Jahrgangs. Dennoch sollte ihm eine Gesamtdurchschnitts-Quote gelingen, die sogar noch leicht über der des letzten Abiturjahrgangs lag. Immerhin stand bei 17 Prozent der Abiturienten eine Eins vor dem Komma und knapp die Hälfte absolvierte ihren Abschluss mit einem Gesamtdurchschnitt von unter 2, 5. Für den Schulleiter deutliches Indiz dafür, " dass gute Arbeit offensichtlich auf beiden Seiten der Schulbänke geleistet worden ist ".

Maßgeblich mit zu den guten Ergebnissen beigetragen hatten Schüler wie Matthias Hinze. Er legte mit 14 Punkten in allen seinen fünf Prüfungen letztlich die Traumnote von 1, 0 hin. Mit einem Gesamtwert von 801 Punkten kam er auf 33 mehr, als eigentlich gebraucht wurden. So gesehen folgerichtig, dass er für einen Förderpreis der Studienstiftung des deutschen Volkes vorgeschlagen wurde. Zudem wurde seine hohe Dauerleistung mit dem Anerkennungspreis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft honoriert.

Ein Novum der diesjährigen mündlichen Abiturprüfung war das Fach Wirtschaft. Elf Prüflinge hatten sich dabei den Problemen von " Markt & Marketing ", " Geld & Geldpolitik " sowie Wirtschaftskreislauf und Konjunktur gestellt. Dabei hatten insbesondere Susann Schier und Sophie Wölkerling zu überzeugen gewusst.

Nachhaltig in Erinnerung dürften diesem Abiturjahrgang Klassenfahrten nach Malaga, Paris und London bleiben, die nicht nur der Vertiefung sprachlicher Kenntnisse galten, sondern darüber hinaus auch Horizonte eröffneten, von denen alle ehemaligen Schüler des Blankenburger Gymnasiums " Am Thie " noch lange prof tieren dürften.

Zum Schluss sang der Gospelchor wohl jedem Einzelnen der 73 mit dem bekannten Gospel sprichwörtlich aus dem Herzen : " Oh happy day !". Ein Tag, dem sie mit allen Höhen und Tiefen, Ängsten und Freuden – auf jeden Fall aber unendlich lange entgegenf eberten.