Die Harzer Tourismus Biennale wird in diesem Jahr zum ersten Mal verliehen. Herausragende Leistungen, die die touristische Entwicklung der Harzregion fördern, werden mit dieser Initiative von Vereinigter Volksbank, Hochschule Harz und Volksstimme gewürdigt. Tom Koch führte zu diesem Thema mit dem Volksstimme-Regionalverlagsleiter Thomas Helmuth folgendes Gespräch.

Volksstimme : Verlag und Redaktion der Volksstimme unterstützen engagiert diesen Harzer Tourismuspreis. Herr Helmuth, welches Interesse hat Ihr Haus an der Biennale ?

Thomas Helmuth : Man darf Innovationen nicht nur stets einfordern, sie müssen auch gefördert werden. Dieses Selbstverständnis der Volksstimme bedeutet, dass wir gern die Initiative der Vereinigten Volksbank für den Wettbewerb um die Harzer Tourismus Biennale aufgegriffen haben.

Volksstimme : Der dritte dabei im Bunde ist die Hochschule Harz. Was erwarten Sie von diesem Partner ?

Helmuth : Auch das liegt auf der Hand : Wir sind der Hochschule, mit der wir als Volksstimme seit Jahren erfolgreich und vertrauensvoll zusammenarbeiten, dankbar dafür, dass sie eine Auswertungssystematik für diesen neuen Tourismuswettbewerb entwickelt hat, die eine Chancengleichheit für alle Bewerber garantiert. Es ist eben nicht von der Betriebsgröße oder der Finanzkraft einer Firma abhängig, ob sie kreativ auf die Anforderungen des Marktes reagieren kann.

Volksstimme : Der Harz ist eine anerkannt erfolgreiche Ferienregion. Brauchen die Akteure in der Tourismusbranche diesen zusätzlichen Preis ?

Helmuth : Erfolg hat bekanntlich immer Ursachen. Wenn sich diese in einem Wettbewerb unter Gleichen auch noch behaupten können und das mit einem attraktiven Preis honoriert werden kann, ist das Erklärung für die Initiative zur Harzer Tourismus Biennale genug. Und nicht zuletzt, das Preisgeld über 10 000 Euro ist so unattraktiv auch nicht.

Volksstimme : In wenigen Tagen endet die Bewerbungsfrist. Können Sie uns schon etwas über die bislang eingereichten Bewerbungen verraten ?

Helmuth : Ich verstehe sehr wohl das Interesse, kann aber dazu noch nichts sagen. Vielleicht nur soviel, uns liegt ein Spektrum an Bewerbungen aus Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, dabei von kleinen und größeren Betrieben vor. Wir sind gespannt, welche Produkte, touristische Leistungen, Managementangebote oder Marketingaktivitäten bis zum Einsendeschluss am 30. Juni noch eingereicht werden. Dann hat zunächst die Jury zu tun.

Volksstimme : Gehören diesem Entscheidungsgremium ausschließlich Vertreter der drei Initiatoren an, die die Harzer Tourismus Biennale ins Leben gerufen haben ?

Helmuth : Selbstverständlich nicht. Natürlich ist es gute Sitte, dass die Wettbewerbsausrichter in der Jury vertreten sind. Darüber hinaus gehören dem fünfköpf gen Gremium auch Vertreter der niedersächsischen Tourismus Marketinggesellschaft und der Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt an.

Volksstimme : Die Biennale ist der erste harzweite, der erste länderübergreifende Tourismuspreis. Warum eigentlich ?

Helmuth : In unserer Region wird inzwischen in vielen Bereichen ganz selbstverständlich im Interesse des gesamten Harzes gehandelt. Dieses Engagement hat die Volksstimme stets unterstützt, weil auch wir dies als Chance für unsere Region in einem stets härter werdenden deutschlandweiten Wettbewerb erkannt haben. Dass wir selbst davon auch proftieren können, darüber beklagen wir uns nicht.

Volksstimme : Der Preis wird an einem für die Harzer bedeutsamen Ort verliehen …

Helmuth : … genau, wie der Auftakt fndet auch die festliche Preisverleihung auf dem Brocken statt. Die Organisatoren haben sich übrigens auf einen neuen Termin verständigt. Am 4. Dezember, also einen Tag nach dem 20. Jahrestag der friedlichen Öffnung der Brocken-Mauer, soll der Preis der Harzer Tourismus Biennale erstmals verliehen werden.

Volksstimme : Ort und Tag also doppelt symbolträchtig ?

Helmuth : Durchaus, wir wissen aus vielen Kundenkontakten im Ost- und Westharz, dass die verbindende Idee der Harzer Tourismus Biennale anerkannt wird. Solch ‘ klares Bekenntnis zur gemeinsamen Region wünschte ich mir öfter in der Politik und den Medien.