Wernigerode ( pwr ). Im November 2008 wurde in der Mahn- und Gedenkstätte Veckenstedter Weg der Streifen " raus hier - jüdisches Leben in Wernigerode " aufgeführt. Gedreht hatten ihn sieben Schüler von drei Gymnasien der Stadt unter Regie von Renate Goetz. Die Projektleiterin : " Sehr beeindruckt waren wir Initiatoren von dem großen Interesse an der Thematik und an unserem Film. "

Gemeinsam mit Patrick Meier und Sebastian Hösel vom " Offenen Kanal " war ein Zeitdokument entstanden, das inzwischen zum Bestandteil des Unterrichts an den Wernigeröder Schulen geworden ist. Spontan war bei der Premiere am 9. November eine Spendenaktion entstanden – mit dem Wunsch, den Film einmal Siegfried Rosenthal in Lissabon persönlich zu überreichen. Dessen Familiengeschichte ist darin immer wieder zu finden. Rosenthal hatte die Nazizeit durch seine Flucht nach Portugal überlebt. Er hält heute noch mit mehreren Wernigerödern brieflichen Kontakt.

Renate Goetz bedauert, dass das Geld nicht für die Umsetzung des Vorhabens gereicht hat. Die Projektleiterin : " Da aber fünf beteiligte Schüler nach ihrem Abitur in diesem Jahr nur noch schwer erreichbar sind, haben wir uns kurzentschlossen für den Besuch des Jüdischen Museums in Berlin entschieden. " Mit der Übergabe des Streifens an Direktor Ernst Wittmann sei die Summe hoffentlich im Sinne der Sponsoren gut verwendet worden.

Renate Goetz : " Es war für die Jugendlichen ein beeindruckender Tag gewesen. " Und : " Wir möchten es nicht versäumen, noch einmal allen Dank zu sagen, die uns diese Fahrt ermöglichten. "