Halberstadt ( is ). Riesenbärenklau – eine Riesengefahr ? Im vergangenen Jahr gab es mehrere Meldungen über Fundstellen dieser Giftpf anze im Harzkreis – z. B. in der Wernigeröder Feldstraße, bei Drei Annen Hohne und auf einer Abrissbrache in der Halberstädter Judenstraße. Dabei hat sich ein Problembewusstsein für das Auftreten dieser Pflanze entwickelt, aber auch eine gewisse Verunsicherung.

Der Riesenbärenklau stammt aus dem Kaukasus, heißt es in der Pressemitteilung der unteren Naturschutzbehörde. Er hat aus seinem gezielten Anbau als Zierpfanze in Gärten und Parks den Sprung in die freie Natur geschafft und verbreitet sich inzwischen ohne Zutun des Menschen.

Aufgrund ihrer Größe auch Herkulesstaude genannt, erreicht die Pflanze 2,5 bis 3,5 m Höhe. Die Blätter können bis zu einen Meter lang werden. Die Blütenstängel sind an der Basis bis zu zehn Zentimeter dick, sie tragen die Dolden, die dreißig bis fünfzig Zentimeter Durchmesser erreichen. Die Samen verbreiten sich über den Wind, über Klettausbreitung, aber auch über das Wasser.

Wegen seiner geringen Ansprüche an den Standort und der schnellen Entwicklung verdrängt und unterdrückt der Bärenklau durch Verschattung die heimische Vegetation. Neben diesem negativen Einfluss auf die heimische Natur birgt die Herkulesstaude auch direkte Gefahren für den Menschen. Alle Pflanzenteile enthalten phototoxische Substanzen, die im Zusammenwirken mit Tageslicht auf der Haut zu Rötungen, Schwellungen bis hin zu Symptomen einer schweren Verbrennung mit Narbenbildung führen können.

Kontakt vermeiden

Deshalb ist es ratsam, den Riesenbärenklau zu bekämpfen. Für die Gefahrenabwehr im öffentlichen Raum, das heißt an Straßen und Wegen oder in Parks, sind die Kommunen zuständig. Hier sollte man sich an das Ordnungsamt wenden. Auf dem eigenen Grundstück kann der Riesenbärenklau entweder als Jungpfanze durch Ausstechen der Wurzel oder als größere Pflanze mit einem Glyphosat-haltigen Herbizid bekämpft werden. Das Mittel sollte unverdünnt mit einem Pinsel auf die Blätter aufgetragen werden. Wenn sich bereits Samen gebildet haben, sollten sie in Säcken verpackt in den Müll gegeben werden. Bei jedem Umgang mit dem Riesenbärenklau ist der Arbeitsschutz penibel zu beachten, langärmlige dicke Kleidung, Handschuhe und Schutzbrille sind ein Muss. Sollte der Saft auf die Haut gelangt sein, so muss umgehend mit reichlich Wasser nachgespült werden.

Weitere Informationen gibt es bei der unteren Naturschutzbehörde der Kreisverwaltung unter Telefon ( 0 39 41 ) 59 70 21 25. Gleichzeitig werden hier Hinweise auf Vorkommen entgegengenommen.