Wernigerode. Auf grünes Licht vom zuständigen Finanzamt warten die Stadtwerke Wernigerode GmbH, um ihren Kunden zuviel berechnete Umsatzsteuern zurückzuerstatten, wurde kürzlich Wenzislaw Stoikow, Geschäftsführer des Versorgungsunternehmens, in einer Pressemitteilung zitiert.

In den Jahren 2000 bis 2008 hatten alle deutschen Wasserversorger, darunter auch die Stadtwerke Wernigerode, auf Anforderung des Bundesfinanzministeriums statt der bis dahin angesetzten sieben Prozent nun 16 und später 19 Prozent Umsatzsteuer berechnet ( Volksstimme berichteten ). Der Bundesfinanzhof widersprach dieser Regelung im Oktober vergangenen Jahres. Rückzahlungen von zuviel gezahlten Steuern könnten Stadtwerke-Kunden fordern, die einen neuen Hausanschluss für Trinkwasser nach dem 10. August 2000 gebaut haben, beziehungsweise diesen reparieren oder verändern ließen, erklärte Katja Bröker, Mitarbeiterin der Stadtwerke.

Mittlerweile seien bei dem Unternehmen rund 90 Anträge auf Steuerrückerstattung eingegangen. " Alle haben zunächst von uns eine Bestätigung ihres Antrages sowie ein Schreiben, in dem wir den derzeitigen Stand erläutert haben, erhalten ", ergänzte Stoikow.

Für die Stadtwerke Wernigerode bleibe derzeit nur noch die " Rückabwicklung " mit dem Finanzamt zu klären. Denn wie für jedes andere Wirtschaftsunternehmen, sei die Umsatzsteuer für die Stadtwerke ein sogenannter durchlaufender Posten und werde in voller Höhe an den Fiskus abgeführt, erläuterte Katja Bröker abschließend.