Ihre Meinung liegt uns am Herzen, zum Beispiel zum Thema Gartenfeuer. Sie sind unter bestimmten Auflagen einmal im Jahr im Harzkreis erlaubt. Über deren Einhaltung wacht das Kreisumweltamt und zog für die Volksstimme-Leser Bilanz.

Wernigerode / Halberstadt.

Es ist wie ein Ritual: Zweimal im Jahr lodern die Gartenfeuer im Harzkreis. Laubenpieper bringen ihre Gärten auf Vordermann, Grünschnitt und Gartenabfälle werden verfeuert. Laut Verbrennungsverordnung der Kreisverwaltung ist dies einmal jährlich, also im Frühling oder im Herbst, als Ausnahme erlaubt. Ebenfalls zum " Ritual " gehören Rauchschwaden, die über den Harz ziehen, Beschwerden von genervten Anwohnern – und die regelmäßigen Kontrollen des Kreisumweltamtes.

" Wir haben diesmal 126 Mal kontrolliert ", bilanziert Bernd Germer für die Frühjahrsbrennsaison vom 2. März bis zum 20. April. Zudem zählte der Sachgebietsleiter der Unteren Abfallbehörde 21 Beschwerden. Acht Verstöße wurden als Ordnungswidrigkeiten geahndet. " Die Situation war in diesem Frühjahr entspannter, obwohl wir mehr kontrolliert haben als 2008 ", schätzt er ein. In der Regel würden die Leute eher im Herbst ihre Gartenabfälle verbrennen. " Dennoch, die ersten beiden Wochen waren auch in dieser Saison die ‘ heiße Zeit ‘ – trotz der feuchten Witterung Anfang März. "

Das Umweltamt habe in den letzten Jahren einen guten Kontakt zum Deutschen Wetterdienst aufgebaut. " Wir werden aktuell über das Wetter informiert, so dass wir zeitnah auf Inversionswetterlage oder feuchte Witterung hinweisen und das Verbrennen verbieten können ", so Germer.

Ärger bereiteten wieder einmal die Unbelehrbaren, die nicht nur Gartenabfälle, sondern Restmüll, behandeltes Holz, Plastikteile oder gar Autoreifen im Feuer entsorgten oder aber die Sicherheitsabstände zu anderen Gebäuden nicht einhielten. " Eine gewisse Rücksichtslosigkeit ist da, aber das darf man nicht generalisieren ", fasst Christine Werner, Leiterin des Kreisumweltamtes, zusammen. " Aus den Erfahrungen der vergangenen Jahre haben wir uns bestimmte Schwerpunkte für unsere Kontrollen gesetzt. " Das seien vor allem die Städte Halberstadt, Wernigerode, Quedlinburg, Thale und Blankenburg. Im Oberharz gebe es dagegen kaum Probleme. " Dennoch versuchen wir, innerhalb einer Brennsaison jede Region zu kontrollieren. " Auch wenn die Mitarbeiter des Umweltamtes nach einem " Einsatzplan " handeln, sollte sich niemand sicher fühlen, rät Germer. " Wir kontrollieren auch an Wochenenden und spontan bei Beschwerden. "

Für Verstöße müssten ertappte Sünder zwischen 20 und 150 Euro plus Bearbeitungsgebühr berappen. " Schon 20 Euro können da weh tun ", ist sich Bernd Germer sicher. Dennoch, seine Behörde wolle nicht nur bestrafen, sondern vor allem belehren.

Deshalb werde der Kontakt zu den Kleingärtnern gesucht. " Wir hatten eine gemeinsame Beratung mit den Vorständen der Wernigeröder und Halberstädter Regionalverbände ", sagt Christine Werner. Auch die Belehrungen bei den Jahreshauptversammlungen der Verbände seien auf gute Resonanz gestoßen. Und was die " Uneinsichtigen " betreffe, " da müssen wir eben noch Überzeugungsarbeit leisten. "

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