Wernigerode. Bereits zum achten Mal hatte die Zentrale Arbeitsgemeinschaft ( ZAG ) Wirbellose am Sonntag zu ihrer Frühjahrstagung in den Sitz der Nationalparkverwaltung Harz eingeladen.

Zur allseits beliebten und erneut sehr gut besuchten Tauschbörse gesellte sich diesmal eine besondere Attraktion. Bianca und Dirk Drenske präsentierten in der Lindenallee 35 eine eigenem Bekunden nach weltweit einmalige, weil artenreichste Ausstellung lebender tropischer Ameisenvölker. Gleichzeitig vermittelten die beiden Berliner Wissenswertes über künstliche Bauten, in denen die Exoten artgerecht gehalten werden können. " Ihre Arbeitsteilung macht sie so erfolgreich ", nannte Bianca Drenske als einen Grund der eigenen Faszination für diese Spezies. Die Lehrerin und ihr Mann, von Hause aus Biologe, betreiben sogar einen Fachhandel für Ameisen.

In Wernigerode war u. a. " Golden Ands ", eine australische Art, zu bestaunen. Die wegen ihrer Färbung so getauften Insekten sind in Europa bisher eine Rarität. Bianca Drenske : " Wir haben mit einer Königin und zwei Arbeiterinnen begonnen. Nach vier Jahren sind es schon 1000 Tiere. "

Ebenfalls sehenswert : Eine südamerikanische Variante, deren Vertreter sich von Dirk Drenske per Hand füttern lassen. Das ist nicht ganz ungefährlich, denn die kleinen Krabbler begegnen eventuellen Gefahren blitzschnell mit ihren giftigen Stacheln.

Einen ungewöhnlichen Lebensraum bevorzugen die nur im australischen Norden beheimateten Weber-Ameisen. Sie spinnen ihre Nester aus Blättern, an die sie sich mit ihren Näpfen fest ansaugen.

" Es gibt etwa 14 000 verschiedene Arten, die bestimmt sind ", erläuterte die Expertin. Tatsächlich sollen es mindestens doppelt so viel sein.