Die Harzer Tourismus Biennale wird in diesem Jahr erstmals verliehen. Vereinigte Volksbank, Hochschule Harz und Volksstimme wollen mit diesem Marketingpreis außerordentliche Leistungen würdigen, die die touristische Entwicklung in der Harzregion unterstützen. Mit Ines Hühne aus dem Rektorat der Hochschule Harz führte Volksstimme-Reporter Tom Koch folgendes Gespräch.

Volksstimme : Im März fand auf dem Brocken der feierliche Auftakt für die Harzer Tourismus Biennale statt. Was ist seither geschehen ?

Ines Hühne : Dass auf dem höchsten Harzer Berg dieser Marketingpreis erstmals vorgestellt wurde, hat für eine beachtliche Resonanz in den Medien und bei den potenziellen Bewerbern für die erste Tourismus Biennale gesorgt.

Volksstimme : Das bedeutet, Ihr Telefon klingelt sich heiß, weil Hoteliers, Gastronomen, Museumsbetreiber und viele andere mehr wissen wollen, wie sie sich um den mit 10 000 Euro dotierten Preis bewerben können ?

Hühne : " Heiß " hat sich das Telefon zwar noch nicht geklingelt, aber es gibt bislang ein knappes Dutzend sehr an unserem Wettbewerb Interessierte. Ihnen und allen anderen kann ich zunächst die eigens eingerichtete Internetseite nennen : harzer-tourismusbiennale. de Dort f ndet jeder umfassende Informationen über die Idee des Wettbewerbs und seine Teilnahmebedingungen.

Volksstimme : Wer diesen Marketingpreis erringen will, muss einen Bewerbungsbogen ausfüllen …

Hühne : … dieser kann ausgefüllt und per Post an die Hochschule Harz gesendet oder auch online ausgefüllt werden.

Volksstimme : Womit kann man sich eigentlich um die Tourismus Biennale bewerben ?

Hühne : Das Ziel der Organisatoren von Vereinigter Volksbank, Volksstimme und der Hochschule Harz ist, neue, originelle, qualitätsorientierte Angebote zu würdigen, die dazu beitragen können, die Tourismusregion Harz länderübergreifend voranzubringen. Das können also Produkte, Dienstleistungen oder auch Marketingkonzepte sein.

Volksstimme : Klingt ganz schön abstrakt, geht es bitte ein bisschen konkreter ?

Hühne : Ein aufwändig gestalteter Kinderspielplatz, der zum häuf geren Gaststättenbesuch lockt, eine Ferienhaussiedlung mit einem Familienkonzept oder neue Sportangebote wie Klettern oder Mountainbiken können sich bewerben. Da sind der Vielfalt an Angeboten und der Kreativität der Bewerber wirklich keine Grenzen gesetzt. Aus meiner persönlichen Sicht bietet die Harzer Tourismus Biennale gerade für kleinere Betriebe eine große Chance.

Volksstimme : Jüngst lockte ein Nacktrodel-Wettbewerb vor allem junge Gäste nach Braunlage, wäre das auch eine Bewerbung wert ?

Hühne : Warum nicht, meinetwegen auch der Nacktwanderweg, den es im Südharz geben soll. Wie gesagt, die Bewerbung soll den Harz als Tourismusregion befördern.

Volksstimme : Apropos Grenzen : Welche Bedingungen für den Preis muss ich unbedingt einhalten ?

Hühne : Die Bewerbungen müssen bereits im Markt eingeführte Projekte beschreiben. Die Wettbewerbsteilnehmer müssen ihren Sitz in Niedersachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt haben. Und das Wichtigste : Einsendeschluss ist der 30. Juni.

Volksstimme : Es gibt kritische Stimmen, wonach die Vielzahl an Preisen – auch im Tourismus – beklagt wird. Zu Unrecht ?

Hühne : Es steht mir nicht zu, mich zu anderen Preisen zu äußern. Die Harzer Tourismus Biennale ist jedenfalls der erste Wettbewerb der länderübergreifend für unsere gemeinsame Urlaubsregion ausgerichtet wird. Das haben verschiedene Interessenten bereits als positiv empfunden.

Volksstimme : Letzte Frage : Aus dem Goslarer Raum wurde anfangs geargwöhnt, diese Bien nale sei ein Ostharzer Versuch, den Westharz zu vereinnahmen.

Hühne : Ich kann dazu nur sagen, die allererste Bewerbung ist an unserer Hochschule aus Goslar eingegangen.