Nach Jahren des Improvisierens geht nun in Börnecke ein langgehegter Traum in Erfüllung. Die Kindertagesstätte " Kükennest " wird umfassend saniert, modernisiert und umgebaut. 250 000 Euro fließen dafür aus dem Konjunkturprogramm II der Bundesregierung in das Projekt.

Börnecke. " Ich freue mich so für unsere Kinder ", konnte Karin Steiner ihre Tränen kaum unterdrücken. Sie führte zu Wochenbeginn Sachsen-Anhalts Sozialministerin Gerlinde Kuppe ( SPD ) sowie die SPD-Politiker Andreas Steppuhn ( Bundestag ), Ronald Brachmann ( Landtag ), Christa Grimme ( Kreistag ), Heinz Grimme, Dieter Böhnki und Elke Stutzkowski durch ihre Kindereinrichtung, die zu großen Teilen noch den Charme der Vorwendezeit versprüht : einfach verglaste und klappernde Türen, alte Linoleumfußböden, ein enges Zimmer für die Kinderbettchen, aber dafür eine nahezu ungenutzte Küche.

Am 2. September 1970 als sogenannter Initiativbau als Kindergarten eingeweiht, kamen 1991 die Krippenkinder dazu. Seit 1996 werden dort auch noch die Hortkinder betreut. Bis vor Kurzem mussten allein 23 Hortkinder mit einem Raum Vorlieb nehmen. " Aber wir wollen es ihnen ermöglichen, zu uns zu kommen, weil es ihnen hier gefällt ", erläuterte Karin Steiner, die besonders auf die familiäre Atmosphäre stolz ist.

Aktuell erfahren im " Kükennest " 45 Mädchen und Jungen eine liebevolle Betreuung. " Wir sind sehr, sehr gut ausgelastet ", umschrieb Karin Steiner die Enge in ihrer Einrichtung. " Wir haben kein Kinderproblem, sondern ein permanentes Platzproblem ", brachte es Ortsbürgermeister Rüdiger Klamroth auf den Punkt. Umso mehr freute er sich zusammen mit den Erzieherinnen, Eltern und Kindern, dass nun endlich der langgehegte Wunsch nach einer modernen und geräumigeren Einrichtung in Erfüllung geht.

Bis Dezember, so informierte Sabine Pape vom städtischen Bauamt, sollen die Arbeiten beendet sein. Noch in dieser Woche werde der Bauantrag gestellt. Geplant sind unter anderem neue Umkleidemöglichkeiten im Untergeschoss, der Umbau des Küchenbereichs zum Mehrzweckraum für Sport und Spiel, ein Anbau für das Abstellen von Kinderwagen, die Sanierung der Spielzimmer und Installation einer energiesparenden Heizung, die auch alternative Energien wie Erdwärme und Sonnenlicht nutzt. Das Einsparpotenzial wird auf rund 5000 Euro pro Jahr geschätzt.

Das Geld für die Umbauten stammt zum Großteil aus dem von der Bundesregierung beschlossenen Konjunkturprogramm II. Insgesamt werden 250 000 Euro von Bund, Land und Stadt in das Vorhaben investiert.