Die Schar der Helfer für Kinder in Not wächst immer weiter. Zum zweiten gemeinnützigen Bürgerfrühstück wurden gestern Vormittag 47 Tische auf dem Wernigeröder Marktplatz gebucht. Zehn mehr als bei der Premiere im Vorjahr. Gut 500 Gäste folgten der Einladung zum Brunch.

Wernigerode. " Das ist ja toll hier. Ich bin beeindruckt von den vielen Menschen. " Peter Gaffert staunte nicht schlecht, auf welch starke Resonanz das zweite gemeinnützige Bürgerfrühstück auf dem Marktplatz gestoßen war.

Allerdings hatte Wernigerodes Oberbürgermeister die Vorbereitungen auf die um 10 Uhr eröffnete Veranstaltung nicht gesehen. Da stellten z. B. sein Amtsvorgänger Ludwig Hoffmann und Sozialdezernent Andreas Heinrich eigenhändig die durch den städtischen Bauhof am Morgen gelieferten Bierzeltgarnituren auf. Cheforganisator Maik König vom Netzwerk " life is my future " beschrieb gelbe Kärtchen, damit auch jede Runde das richtige Plätzchen fand. Aktive der Kreissportjugend um ihren Chef Bernd-Peter Winter wuselten hin und her, verlegten Kabel, montierten Spielgeräte und pumpten die Sprungburg auf.

47 Tische waren diesmal gebucht worden. Von Vereinen, Initiativen, Parteien, Firmen und Familien. Nicht nur aus der bunten Stadt am Harz, sondern auch aus Elbingerode und Ilsenburg. Manche bevorzugten die eher praktische Camper-Variante mit Plastebechern und Papptellern. Andere hatten edles Porzellan und stilvolle Gläser im Gepäck.

Beim ersten Brunch vor einem Jahr konnten 37 Garnituren verkauft werden. " Nächstes Jahr wollen wir die 50 schaffen ", zeigte sich König optimistisch. Etwa 1500 Euro sind durch die Tischmieten für Wernigeröder Kinder in Not eingenommen worden, überschlug der Koordinator pauschal. Einige Interessenten waren verhindert, spendeten aber trotzdem. Maik König : " Der Förderverein und die Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit im Netzwerk werden darüber beraten, welche Vorhaben förderfähig sind. " Das Geld soll als Sachleistungen über das Jahr verteilt werden. Klar ist unterdessen bereits, dass das Bauwagenprojekt der Wernigeröder Johannisgemeinde im Wohngebiet Stadtfeld mit einer Zuwendung rechnen darf. Bernd-Peter Winter betonte : " Wir wollen wirklich Kinder erreichen, die bedürftig sind. " Wer konkret alles, soll vor dem Bürgerfrühstück im nächsten Jahr öffentlich bekanntgegeben werden.

Bis gegen 15 Uhr wurde auf dem Markt gefrühstückt. Oder schon zu Mittag gegessen. Egal : Die Stimmung blieb wie das Wetter. Ungetrübt.