Wernigerode. Im Sommer geht es in der Wernigeröder Stadtverwaltung an das große Stühlerücken. Dann ziehen die Mitarbeiter aus der Friedrichstraße 154 und 149, Goethestraße 1 sowie dem Erdgeschoss des Gebäudes Nicolaiplatz 1 in das Ex-Katasteramt, Schlachthofstraße 6, um.

Der Hauptausschuss stellte am Mittwoch die Weichen, damit der Umzug auch finanziell abgesichert ist. Dazu sind zwei überplanmäßige Ausgaben erforderlich, erläuterte Peter Gaffert. Deren erste beläuft sich auf 78 900 Euro. Dafür sollen eine Schließanlage und Mobiliar erworben werden. Deckungsquelle dafür ist laut Oberbürgermeister der geplante Eigenanteil für den weiteren Ausbau der Friedrichstraße. Denn, so Gaffert : " Er kann 2009 defnitiv nicht gefördert werden. " Ob 2010 Geld dafür da ist, " dahinter steht ein Fragezeichen ". Die zweite Mehrausgabe hat einen Umfang von 72 000 Euro. Diese fallen an für Malerarbeiten ( 35 800 Euro ), Verlegung von Bodenbelag ( 26 400 Euro ), Trockenausbau ( 7600 Euro ) und Sanitärinstallation ( 2200 Euro ). Bezahlt werden können diese Leistungen nach Darstellung des Rathauschefs aus zwei unvorhersehbaren und deshalb bisher nicht im Haushalt enthaltenen Einnahmen. Diese resultieren aus einer höher als geplanten Konzessionsabgabe Fernwärme ( 31 100 Euro ) und der Rückerstattung von Betriebskosten für die Nutzung der Turnhalle Harzblick durch ein privates Unternehmen ( 18 900 Euro ).

Das einstige Katasteramt mit mehr als 1000 Quadratmeter Fläche ist nach den Worten von Kerstin Trute übrigens ausgebucht. Die Sachgebietsleiterin Liegenschaften : " Da haben wir keinen Spielraum mehr. "

Beide Vorlagen wurden vom Hauptausschuss mehrheitlich gebilligt. Während das " Möbel-Papier " wegen seiner Obergrenze von 50 000 Euro durch das Gremium bereits abschließend genehmigt werden konnte, muss das Auftragspaket für die Handwerker noch den Stadtrat passieren. Der tagt am Dienstag, 28. April, ab 17. 30 Uhr im Festsaal des Rathauses.