Wernigerode. " Der Harz war das erste Mittelgebirge, das ich in meinem Leben kennengelernt habe ", erinnert sich Klaus Ender.

Der renommierte Fotograf stammt von der Insel Rügen. Jetzt ist er zurückgekehrt. Bis Sonntag, 2. August, zeigt der Künstler unter dem Titel " Jenseits der Hast " 80 seiner Arbeiten im Ausstellungs- und Informationszentrum des Wernigeröder Bürgerparks.

Ender hat sich auf verschiedenen künstlerischen Gebieten einen Namen erstritten. Die Natur war aber immer ein wesentlicher Bestandteil seines Schaffens. Das Detail und das überschaubare Motiv sind seine Stärken, die er in einer besonderen Form der Farb- und Lichtführung gestaltet. Mit großer Sensibilität versteht es Ender, dem Betrachter immer eines zu vermitteln : Stille, Ästhetik und Sympathie für die Schöpfung.

Von sich selbst sagt der Autor : " Ich brauche keinen Grand Canyon, er macht mir eher Angst, weil man ihn nicht in 100 Jahren erfassen kann. " Und : " Mir reichen ein kleiner Garten oder Tümpel, ein paar Bäume oder ein paar Quadratmeter Strand, um mit der Kamera glücklich zu sein. "

Anerkennung als " Bildender Künstler der Fotografie ".

Bis heute bevorzugt der Meister den Diafilm. Keine seiner Aufnahmen ist am Computer bearbeitet worden. Enders Werk umfasst inzwischen mehr als 140 Bücher und Kunstkalender. 1990 gründete er in Österreich das Art Photo Archiv Klaus Ender. Es umfasst heute 120 000 Fotos aus fünf Kontinenten. 2003 wurde das Nordlicht auch zum Verleger. Bisher sind dort acht Poesie-Bildbände mit seinen Gedichten und Aphorismen erschienen. Lyrik ist ihm wichtig. " Kinder haben heute in der Schule fast keine mehr ", ist der Künstler darüber sichtlich traurig. Auch darüber, dass Gedichte der Gegenwart " ohne Komma und klein geschrieben werden ".

Vor wenigen Tagen ist Klaus Ender 70 Jahre alt geworden. Er will deshalb künftig kürzer treten. Zuvor wird in Wernige-" Ich brauche keinen Grand Canyon – er macht mir eher Angst "

Klaus Ender ist Autodidakt. Von 1959 bis 1965 war er Volkskorrespondent auf Rügen. 1966 erhielt er die Zulassung als Bildreporter, 1971 als Bildjournalist und 1981 die rode aber noch eine Seite des Fotografen zu entdecken sein. Auf dem Schloss ist ab Donnerstag, 23. April, die Ausstellung " Akt & Landschaft " zu sehen. Aufnahmen in schwarzweiß. Eine Reminiszenz seines über 40-jährigen Schaffens mit Ausschnitten aus der legendären Präsentation von 1975.