AFG-Beschäftigte im Wildpark

Jörg Stieler ( 53 ), Thomas Neumann ( 43 ), Enrico Liesegang ( 33 ), Hartmut Jura ( 49 ), Gerhard Schlösser ( 48 ), Johann Gossen ( 49 ), Uwe Festerling ( 49 ), Thomas Fangohr ( 36 ), Lothar Holzheuer ( 48 ), Steffen Mai ( 30 ), Peter Brauckhoff ( 49 ), Gabriele Gille ( 47 ), Manuel Ahne ( 36 ), Mandy Greife ( 32 ), Eric Rust ( 24 / alle Wernigerode ), Wolfgang Enke ( 44 ), Jasmin Klump ( 18 / beide Silstedt ), Michael Meinecke ( 47 / Derenburg )

Der Wernigeröder Wildpark " Christianental " wird weiter herausgeputzt. 18 Beschäftigte der Arbeitsförderungsgesellschaft ( AFG ) Elbingerode werden bis November das Streichelgehege erweitern, Hecken anlegen und Wege ausbessern. Auch Eindringlingen wie dem Japanischen Riesenknöterich und dem Bärenklau geht es an die Wurzel.

Wernigerode. " Ohne geförderte Projekte würde manches nicht mehr gehen ", stellte Volker Friedrich fest. Wernigerodes Ordnungsdezernent, Wildparkchef Frank Schmidt und dessen Stellvertreter Karl-Heinz Kilz hatten gestern Mittag zum Ortstermin in die idyllische Anlage gebeten.

Anlass dafür ist ein neues AB-Projekt, das die Kommunale Beschäftigungsagentur ( KoBa ) Wernigerode f nanziert. Ausgeführt werden die darin enthaltenen Aufträge von der Arbeitsförderungsgesellschaft ( AFG ) Harz Elbingerode. 18 Frauen und Männer sind dadurch seit dem 18. Februar bis zum kommenden November in Lohn und Brot gelangt.

" Ohne Förderung würde manches nicht mehr gehen "

Für sie gibt es im Christianental etliches zu tun, zählte Frank Schmidt auf. Da wäre zunächst die Errichtung von Hecken am Steilhang. Der Wildparkchef : " Das herabfallende Laub ist für uns ein großes Problem. " Mit der Barriere soll es künftig vom Tal ferngehalten und so die Aussaat von Grassamen für eine Bergwiese ermöglicht werden. Außerdem entstehen durch die hölzernen Hindernisse kleine Biotope, in denen z. B. Igel Zuf ucht fnden. Eine zweite Gruppe erweitert das Streichelgehege. Schmidt : " Das wird eine Sommerfrische für die Tiere. " Sie sollen auch mal Ruhe vor ihren menschlichén Bewunderern finden können. Ebenfalls auf dem Plan steht die Erneuerung der Käfige, in denen die Uhus und Frettchen wohnen.

Bereits begonnen hat zudem die Ausbesserung verschiedener Wege, die zum Wildpark führen. Auch die Treppe zum Annaweg wird geflickt.

Eine laut Schmidt " sehr schwierige Aufgabe " haben schließlich jene Beschäftigten erhalten, die gegen botanische Eindringlinge, speziell an den Teichen vorgehen sollen. Exoten wie der Japanische Riesenknöterich und Bärenklau vermehren sich in Windeseile. Dabei rauben sie einheimischen Gewächsen den Lebensraum. Um sie dauerhaft von dem Areal zu verbannen, müssen ihre tiefen Wurzeln komplett ausgerodet werden.

Für Michael Lütje von der KoBa ist das Engagement im Wildpark kein Neuland. Auf der Suche nach " interessanten und spannenden Projekten " finden er und seine Kollegen hier immer wieder einen Ausgangspunkt. Und dies gleich in dreierlei Hinsicht. Zunächst werden die Vorhaben im Christianental von Hilfebedürftigen überaus gut angenommen. Dann geht es in jedem Fall darum, etwas Nachhaltiges zu fördern, das gleichzeitig positive Auswirkungen auf die Infrastruktur zeigt. Und schließlich, so Lütje : " Wir sind stets bemüht, die Lebensbedingungen der Tiere zu verbessern. " Die Gesamtkosten für das jetzige Vorhaben liegen seinen Angaben nach bei rund 50 000 Euro. Als Eigenanteil der Stadt nannte Ordnungsdezernent Friedrich ergänzend etwa 9000 Euro.

Für Frank Schmidt und seine Kollegen sind die unter Leitung von Frank Lüderitz arbeitenden AFG-Leute eine große Hilfe. Nicht die einzige übrigens : Acht weitere Beschäftigte räumen den Schlossberg auf und sechs Frauen und Männer sorgen in den Ortsteilen für Ordnung.