Wernigerode. In den 80 er Jahren hatte Detlef Herrmann im damaligen VEB Metallgusswerk mit dem unentgeltlichen Spenden von Blut begonnen. Am Gründonnerstag dankte ihm dafür das Deutsche Rote Kreuz. Mitarbeiterin Irene Oels würdigte unter dem Beifall weiterer freiwilliger Spender, dass der jetzige Maschinenarbeiter zum 50. Mal von seinem Lebenssaft gegeben hatte.

Mit Blumen und einem Präsentkorb würdigte sie das beispielgebende Verhalten des Wernigeröders. " Weder ich noch jemand aus meiner Familie hatte jemals selbst Blut benötigt ", sagte der 47-Jährige anlässlich der Ehrung. " Als ich mit dem Blutspenden begann, sind meine damaligen Kollegen alle hingegangen. Ich ging eben mit. Nun habe ich mir ein neues Ziel gesetzt : Mindestens 100 Spenden will ich schaffen. " Für sein leibliches Wohlbefinden nach dem Abzapfen des Lebenssaftes sorgte eine sechsköpfge ehrenamtliche Helferschar.

Zu diesem Blutspendetermin in der Stadtfeld-Grundschule waren 121 Frauen und Männer gekommen, darunter elf Erstspender. Irene Oels bekannte, dass sie mit einigen Freiwilligen mehr gerechnet hatte. Durchschnittlich kämen in diese Schule ungefähr 140 Personen, von denen einige, so ihre Vermutung, wahrscheinlich schon im Osterurlaub oder mit den Festvorbereitungen beschäftigt waren.