Halberstadt. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland ( BUND ) hat sich bekanntlich das Ziel gesetzt, die Flora und Fauna unseres Landes zu erhalten und zu schützen. Auch im Landkreis Harz ist eine Gruppe Umweltschützer aktiv, die sich nun zu ihrer konstituierenden Sitzung in der Rotunde der Halberstadtwerke traf.

Leider konnte der Sprecher des Kreisverbandes Ulrich Kasten nur rund 15 Teilnehmer zur ersten Mitgliederversammlung der neuen Kreisgruppe begrüßen. Neben dem Landesgeschäftsführer des BUND Sachsen-Anhalt, Oliver Wendenkampf, war auch die Leiterin des Kreisumweltamtes, Christine Werner, der Einladung Ulrich Kastens gefolgt.

Nach der Begrüßung widmeten sich die Teilnehmer ihren eigentlichen Aufgaben. Während sich Christine Werner für eine enge und konstruktive Zusammenarbeit mit dem BUND aussprach, bei der man sich gemeinsam für die Region stark machen wolle, lenkte Oliver Wendenkampf das Augenmerk auf die aktuellen Projekte und Probleme des BUND in Deutschland und Sachsen-Anhalt.

Nach wie vor genießt dabei das Projekt " Das Grüne Band " oberste Priorität. Beim Grünen Band handelt es sich um die ehemalige innerdeutsche Grenze, die vom einstigen Todesstreifen in eine artenreiche Lebenslinie umgestaltet werden soll. " Zur Zeit des Eisernen Vorhanges konnte die Natur den Grenzstreifen zurückerobern ", erklärt Oliver Wendenkampf. " Heute ist das ‚ Grüne Band ‘ ein einmaliges Biotopverbundsystem, das als Rückzugsraum für bedrohte Tier- und Pflanzenarten dient ".

Doch wie alle Paradiese ist auch dieses Naturwunder bedroht. Durch Straßenbauprojekte, die Landwirtschaft oder durch den Bau von Industrieanlagen. " Hier müssen wir noch mehr tun, um Grundstücke entlang des ‚ Grünen Bandes ‘ kaufen zu können, um so ein Stück Wildnis und ursprüngliche Natur bewahren zu können ", appelliert Oliver Wendenkampf an die Mitglieder der Kreisgruppe Harz.

Doch nicht nur in Großprojekten ist der BUND aktiv, auch im Kleinen tut sich viel, wie aus dem Tätigkeitsbericht des Kreisverbandes zu hören war. Marco Jede stellte den Anwesenden vor, was er und seine Helfer in der vergangenen Zeit für die Umwelt getan hätten.

So konnten im Kreisgebiet mehrere unterschiedlich beschaffene Grundstücke gekauft werden, die nun rekultiviert werden. " Wir konnten eine Streuobstwiese erwerben, die sich durch ihren hohen Artenreichtum auszeichnet. Diese Wiese wollen wir nicht einfach sich selber überlassen, sondern durch gezielte Projekte diese von Menschenhand geschaffene und nun vom Aussterben bedrohte Kulturform erhalten ", erklärte der engagierte Umweltschützer.