Wernigerode. Nicht einmal zwei Jahre nach dem Bau der ersten altersgerechten Wohnungen in der Ilsenburger Straße und ein Jahr früher als geplant, feierten gestern Mitglieder und Mitarbeiter der Wernigeröder Wohnungsgenossenschaft mit vielen Gästen Richtfest für drei weitere Häuser. Dort entstehen weitere 36 alters- und behindertengerechte neue Zuhause. Bereits vor der Fertigstellung sind alle Wohnungen vermietet, wie Vorstand Christian Linde nicht ohne Stolz verkündete. Ein Drittel der künftigen Bewohner ziehe von außerhalb in die Stadt.

Ulrich Senge, Sozialdezernent des Harzkreises, sowie Dezernent Andreas Heinrich von der Stadtverwaltung beglückwünschten das Unternehmen zum Bau dieser Anlage. Es entstehen auch zwei Facharztpraxen, ein Friseurgeschäft sowie zwei Gästewohnungen. Bevor der Hochbau beginnen konnte, waren die leer stehenden Hallen der Firma Harz Granit abgerissen worden.

" Wir beschreiten hierbei bewährte und auch neue Wege ", sagte Linde. Bewährt habe sich der Bau von barrierefreien Zwei-Zimmer-Wohnungen,

ebenso, dass alle Bäder und Küchen mit Fenstern ausgestattet seien, jede Wohnung einen Balkon besitze und die Häuser über Aufzüge verfügten. Neue Wege würden beschritten, da das Beheizen komplett mit Erdwärme erfolge, die Wohnungen Fußbodenheizung hätten und die Fenster dreifach verglast seien. Jedes künftige altersgerechte Heim erhalte eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. " Unser Ziel, auch älteren oder in ihrer Mobilität eingeschränkten Mitbürgern das Leben in schönen Wohnungen zu ermöglichen, wird voll erfüllt ", versicherte Linde. Wie er informierte, verfüge die Genossenschaft gegenwärtig über einen Bestand von 2665 Wohnungen. In den vergangenen zwei Jahren seien 85 neue Wohnungen entstanden. Der Leerstand im Unternehmen betrage lediglich drei Prozent.