Wernigerode. " So pauschal, wie der ADAC an die Bewertung des bundesweiten Schulbusverkehrs herangegangen ist, kann man es nicht tun ", ärgerte sich Eckhard Nitschke über die gestrige Volksstimme-Veröffentlichung. In einem Gespräch in der kommenden Woche mit der Harzer Volksstimme wolle der Geschäftsführer der Wernigeröder Verkehrsbetriebe zu diesem Problem ausführlich Stellung nehmen.

Passend zum Frühjahrsbeginn wolle Nitschke zunächst auf eine Neuerung aufmerksam machen : " Es grünt so grün – im Wernigeröder Stadtverkehr. " Die Rede ist von dem neugestalteten Erdgasbus, der seit wenigen Tagen seine Runden vom Floßplatz bis Charlottenlust dreht und den Blick der Passanten auf sich zieht. Mit dem Flussverlauf der Steinernen Renne versehen, bringt er rein optisch ein Stück des typischen Harzwaldes in die Innenstadt. Harald Meyer fährt den Citybus der Linie 4 mit seinem Kollegen Horst Flörke und hat auch schon ein Foto von dem " schicken " Gefährt geschossen. " Kommen Bekannte und Verwandte zu Besuch, möchte man schließlich zeigen, womit man sein Geld verdient ", so der seit 43 Jahren tätige Busfahrer.

Inhaltlich soll das aufgesprühte Motiv auf ein Naturstromprodukt aufmerksam machen, das von den Wernigeröder Stadtwerken schon seit einigen Jahren angeboten und im historischen Kraftwerk an der Steinernen Renne rein aus Wasserkraft produziert wird. " Das Schöne ist, dass man sich bei diesem Naturstromangebot selbst vor Ort überzeugen kann, was man bekommt ", so Steffen Meinecke, Vertriebsleiter der Stadtwerke.

Das Grün des Citybusses passt übrigens auch zum " Treibstoff ". " Er gehört zu den 29 erdgasbetriebenen Bussen unserer Flotte ", bestätigte WVB-Verkehrsplaner Gerald Hahne. Somit würden von den insgesamt 64 Fahrzeugen, die gegenwärtig im Dauereinsatz sind, fast die Hälfte umweltschonend unterwegs sein.