Freude bei Kerstin Goebel. Schon 2300 Euro sind auf dem Spendenkonto für ihren kranken Sohn Alexander gelandet. Der siebenjährige Wernigeröder ist schwerst behindert, und seine Mutter möchte ihm eine Delphin-Therapie ermöglichen.

Wernigerode. Wenn der kleine Alexander wüsste, was seine Mutti alles in Bewegung setzt, um ihm eine Delphin-Therapie zu ermöglichen. Der Siebenjährige würde sehr stolz sein.

Vor gut einem halben Jahr berichtete die Harzer Volksstimme zum ersten Mal über das Schicksal von Alex Goebel. Der Kleine leidet an schwerer Zerebralparese ( Bewegungsstörung durch frühkindliche Hirnschädigung ) und Epilepsie, kann weder sitzen, sprechen, noch laufen. Auch sein Seh- und Hörvermögen sind stark eingeschränkt. Seine Mutter Kerstin Goebel erhofft sich von einer Delphin-Therapie einen Entwicklungssprung. Weil sie die Therapiekosten nicht aufbringen kann, wandte sich die Wernigeröderin an die Volksstimme-Leser.

" Bisher 2300 Euro - nicht schlecht für

ein halbes Jahr "

Gut 2300 Euro sind inzwischen auf dem Spendenkonto der Hospitälerstiftung gelandet. " Ich hätte nie gedacht, dass so viele Leute helfen ", sagt Kerstin Goebel begeistert. Zum Beispiel die Karatesportler des WSV Rot-Weiß, die Altenbraker Trachtengruppe, die Verkäuferinnen der PUG, der Club der Fünfziger, eine Line-Dance-Gruppe ( alle drei Hasselfelde ), sogar eine Schulklasse aus Halle. " Ihnen und allen anderen Spendern sage ich ein herzliches Dankeschön. "

Einen " guten Freund " habe ihr Sohn Alex in Avery Kolle gewonnen. Der Musiker und SPD-Politiker veranstaltete im Oktober mit seiner Band ein Benefzkonzert für den kranken Jungen und sammelt seither weitere Spenden. " 2300 Euro, das ist gut ein Drittel der Summe, die wir benötigen. Nicht schlecht für ein halbes Jahr ", freut sich auch Kolle. Leider habe die Spendenbereitschaft der Harzer nach Weihnachten stark abgenommen. " Deshalb müssen wir jetzt intensiv dranbleiben. " Kolle hat sich vorgenommen, Kerstin Goebel so lange zu unterstützen, bis die Therapie zustandegekommen ist. " Das ist mein Ziel. Schließlich wollen wir die Behandlung für Alex nicht erst in drei, vier Jahren, sondern so schnell wie möglich. "

Und Kerstin Goebel und Avery Kolle haben sogar den Zufall auf ihrer Seite. In der Krankenhaus-Cafeteria entdeckte Kolle auf einem Zuckertütchen die Internetadresse des Vereins " Aktion Delphin ", welcher sich als Informationspool, als Bindeglied zwischen Betroffenen und Heilungsstandorten und auch als Bezuschusser in der Finanzierung von Delphin-Therapien versteht. " Ich habe inzwischen Kontakt zu dem Verein aufgenommen. Vielleicht geschieht ja ein Wunder. "

Wer Kerstin Goebel helfen möchte, kann Geld auf das Konto der Hospitälerstiftung überweisen : Verwendungszweck : Spende Alexander Goebel, Kontonummer 300 501 401, Bankleitzahl 810 700 24 ( Deutsche Bank ). Weitere Informationen bei Familie Goebel unter Telefon ( 01 73 ) 1 45 18 32 und im Internet unter www. delphintherapie-alexander. de.