Viel zu tun für die Mitarbeiter des Wernigeröder Stadtforstes. Das Wegenetz muss ständig gepf´legt werden. Forstchef Michael Selmikat informierte im jüngsten Bauausschuss über die wichtigsten Sanierungsvorhaben in diesem Jahr.

Wernigerode. Im Stadtwald tut sich derzeit einiges. So wird seit vergangener Woche der Wernigeröder Blindenweg saniert (wir berichteten). In Zusammenarbeit mit der Kommunalen Beschäftigungsagentur werden alte Hölzer entfernt, die Wegoberfläche überarbeitet und verschlissene Holzbänke ersetzt. Auch andere Wege im Stadtforst bedürfen dringend einer Sanierung. Im Bauausschuss informierte Forstchef Michael Selmikat kürzlich über weitere in diesem Jahr geplante Verbesserungen.

Im April sollen die Arbeiten am Neue Heeg (südlich von Hasserode) beginnen. "Der stark ausgespülte Weg wird neu profiliert, nicht vorhandene Entwässerungseinrichtungen wie ein Wegeseitengraben, Durchlässe und Abschläge werden neu angelegt", so Selmikat. "Außerdem wird eine Trag- und Deckschicht aufgetragen." Für die Sanierung seien im Haushalt 70 000 Euro eingeplant, 25 000 Euro werden vom Land gefördert. Im September sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein.

Zudem sei in diesem Jahr vorgesehen, größere Schäden, die durch Ausspülungen nach Regen oder Schneeschmelze entstanden sind, zu beseitigen. "Priorität haben für uns der Drängetalhangweg und der Försterplatz", sagte Selmikat. Dort müssten vor allem die vielen Schlaglöcher geflickt werden. Eine kontinuierliche Pflege benötigen darüber hinaus die Forstwege, die durch die Abfuhr von Holz beschädigt wurden, wie zum Beispiel der Hüttestieg. Im Kalten Tal soll in diesem Jahr außerdem noch eine marode Brücke ersetzt werden.

"Wie sieht es denn mit der Pfege und Reparatur der Wanderwege aus?", wollte Volker Reinhold (parteilos) wissen. "Immer mehr Wanderer kritisieren den Zustand der touristischen Wege." Und Siegfried Siegel (SPD) ergänzte: "Besonders in Hasserode und in Stadtnähe ist der Zustand der Wanderwege verheerend." Siegel regte an, einen "vernünftigen Ausgleich zwischen wirtschaftlichen Interessen und wirklich schönen Waldwegen im Stadtforst zu finden".

"Wenn durch Holztransporte Wanderwege beschädigt werden, dann reparieren Sie sie doch", wandte sich Klaus Jürgen Winkelmann (CDU) an Selmikat. "Das setze ich voraus." In solchen Fällen sei der Waldbesitzer in der Pflicht, entgegnete der Stadtforst-Chef. "Wenn die Wege zerfahren sind, müssen sie selbstverständlich wieder in Ordnung gebracht werden." Im Honigtal sei dies im vergangenen Jahr so geschehen. "Die Wege dort sind jetzt wieder gut begehbar."