Wernigerode. Viele freundliche Worte, Händedruck als Dank und beste Wünsche für erfolgreiches Arbeiten. Der Ingenieur Wolf-Dieter Wittig, der auch Schmiedemeister von Beruf ist, wurde am Sonn abend offziell herzlich in Wernigerode willkommen geheißen. In der 300-jährigen Krellsche Schmiede, die viele Jahre nur Museum war, lodert das Schmiedefeuer wieder. In dem produzierenden Besichtigungsbetrieb wird gearbeitet. Kurz vor dem symbolischen Anschmieden sagte Dezernent Andreas Heinrich dem gebürtigen Leipziger, der zuletzt in Zarrentin am Schaalsee tätig war, vielfachen Dank für sein Engagement in und für die bunte Stadt am Harz.

Vor einer beachtlichen Zuschauerkulisse wagte Bernhard Fröhlich, assistiert von Wittig und seinem Mitarbeiter Paul Schult, den symbolischen Produktionsstart. Damit begann ein neues Kapitel in dem traditionsreichen Haus.

Am Anfang gab es eine Email, wie Andreas Heinrich erinnerte. Der Schmiedemeister, der sein früheres Domizil aus planerischen Gründen räumen musste, brachte sich im Internet ins Gespräch. Neben zwei deutschen Großstädten bekundete Wernigerode Interesse. Im Sommer 2007 hatte es einen ersten persönlichen Kontakt mit dem Handwerker gegeben, damals noch mit sehr vagen Ideen und Wünschen auf beiden Seiten. Es muss aber gleich " gefunkt " haben zwischen Stadt und ihm. Wittig erschien am geeignetsten, das von Silvia Lisowski, Leiterin des Harzmuseums, erstellte Konzept zur weiteren Nutzung des denkmalgeschützten Gebäudes umzusetzen. Kulturausschuss und der Stadtrat stimmten zu, mit Unterstützung der Kommunalen Beschäftigungsagentur wurde der Hof des kommunalen Grundstücks saniert. Heinrich : " Somit ist ein gästefeines Gelände entstanden, wo ich mir vielfältige Veranstaltungen wie Jazzabende gut vorstellen kann. "

Die Feuertaufe war die Beteiligung am gestrigen Museumsfrühling ( Lesen Sie dazu auf der 2. Lokalseite ).