Der vor allem bei Kindern beliebte Sprudelbrunnen am Westerntor ist kaputt. Randalierer beschädigten den Glaszylinder. Die Stadtverwaltung will nicht klein beigeben. Der Schaden soll in Kürze werden.

Wernigerode. Ein trauriger Anblick : Das Glas ist mehrfach gesprungen. Durch das Loch sickert Wasser. Der Sprudelbrunnen in der Westernstraße ist Opfer von Vandalen geworden. Das macht besonders die kleinen Wernigeröder traurig, für die der Sprudel ein beliebtes Spielgerät war.

So zum Beispiel Diana Nehring. Die Erstklässlerin war mit ihrer Mutti zuvor in der Luchsausstellung im Harzmuseum. " Auf dem Nachhauseweg wollten wir noch an dem Wasserspiel vorbei. Doch es ist leider kaputt. " – " Die machen vor nichts mehr Halt, diese Banausen ", sagt ein Lehrer kopfschüttelnd, der aus dem benachbarten Gerhart-Hauptmann-Gymnasium kommt.

Auch die Mitarbeiter der Stadtverwaltung sind verärgert. " Der Glaszylinder ist eigentlich aus schlagsicherem Material ", sagt der zuständige Mitarbeiter Frank Schmidt auf Nachfrage der Harzer Volksstimme. " Es sieht aus, als hätte jemand mehrmals mit einem großen Stein auf den Glasbehälter geschlagen. Bei solcher Zerstörungswut sind wir leider machtlos. "

Erst vor gut anderthalb Jahren war der 2500 Euro teure Sprudelbrunnen installiert worden – als kleine Attraktion für die Bummelmeile. " Wir übelegen schon bei jedem Blumenkasten, jedem Kunstobjekt, das wir aufstellen, wie wir es vandalensicher gestalten können ", so Schmidt. Um so ärgerlicher sei der Schaden.

Dennoch soll das Wasserspiel wieder repariert werden, denn " wir wollen nicht klein beigeben ". Der Hersteller sei schon angeschrieben worden. Die Frage sei nun, ob es sinnvoll ist, den ganzen Glaszylinder auszutauschen. " Vielleicht können die Risse und das Loch auch mit einem transparenten Harzkleber geflickt werden. " Das Ganze sei " extrem nervig ", sagt Frank Schmidt. " Schließlich kostet die Reparatur der Stadtverwaltung viel Geld, das dann anderswo wieder fehlt. "

Anzeige wurde inzwischen erstattet. Zeugenhinweise sind an Frank Schmidt unter Telefon ( 0 39 43 ) 65 46 88 und an die Polizei unter ( 0 39 43 ) 65 39 zu richten.