Einblicke in ihre Passionen geben noch bis zum Monatsende die Eheleute Ingrid und Lothar Tomaszewski. Sie stellt eigene Gemälde aus, er seine archäologischen Arbeiten in und um Blankenburg.

Blankenburg. Wer zu Frühlingsbeginn eine Wanderung zur Regensteinsmühle unternimmt, sollte unbedingt vorher dem Museum Kleines Schloss einen Besuch abstatten. Dort stellt der Blankenburger Lothar Tomaszewski nicht nur archäologische Funde aus, die er bei der Freilegung der Mühle unterhalb des Regensteins geborgen hat. In mehreren Vitrinen, am Modell, dutzenden Fotos und Grafiken lässt er die jahrzehntelange Arbeit an diesem historischen Bauwerk lebendig werden – von ersten Voruntersuchungen 1982 bis hin zum Aufstellen funktionstüchtiger, neu gebauter Wasserräder Anfang der 90-er.

Lothar Tomaszewski, Jahrgang 1932, hatte es sich quasi zur Lebensaufgabe gemacht, die Regensteinsmühle wieder herzurichten. Akribisch wertete er Bodenfunde wie Kugelgefäße, Eseleisen, Werkzeuge und Ziegel aus, zeichnete Geländeschnitte und baute ein Modell, wie die Mühle einst funktioniert haben muss. Höhepunkt seines Engagements war die Teilrekonstruktion der Mühle. Ganz nebenbei erfahren die Ausstellungsbesucher auch etwas über den Altbergbau des Teufelsbades und Tomaszewskis Ausgrabungen zum Aufspüren der Klosterziegelei bei Michaelstein.

Ein Kontrastprogramm bietet seine Gattin Ingrid, die sich in ihrer Freizeit der Malerei widmet. Sie zeigt im Kleinen Schloss Momentaufnahmen von Sehenswürdigkeiten rund um Blankenburg – meist in Acryl, aber auch in Aquarelltechnik. Ihre realistischen Darstellungen vom Pastorenstein im Heers, dem Kloster Michaelstein, dem Brockenblick zwischen Almsfeld und Hüttenrode ergänzt sie mit Bildern von den schroffen Felsen der Teufelsmauer. Zu diesem kleinen Streifzug durch die jüngere Schaffensperiode lädt sogar ein kleines Teufelchen ein.

Die Schau " Blankenburg in Gegenwart und Vergangenheit – Malerei und Archäologie " ist leider nur noch bis Ende des Monats im Museum Kleines Schloss zu sehen.