Wernigerode. Mit 27 Kandidaten geht der SPD-Ortsverein Wernigerode in den Wahlkampf.

Bei der dazu einberufenen Mitgliederversammlung am Freitagabend in der Remise wurde die zuvor vom Vorstand aufgestellte Liste fast unverändert bestätigt. Die einzige Ausnahme bildete Peter Hausmann. Der ehemalige Geschäftsführer der Hasseröder Brauerei hatte seine Bereitschaft erst am Tag zuvor signalisiert. Deshalb war er zunächst auf den letzten Platz gesetzt worden. Auf Antrag von Prof. Dr. Armin Willingmann wurde Hausmann von den 24 Wahlberechtigten mit knapper Mehrheit auf Rang elf nach vorn befördert.

In einem kurzen Grußwort bescheinigte Peter Gaffert den Sozialdemokraten, qualitativ gute Bewerber gewonnen zu haben. Selbst für die SPD als Parteiloser ins Amt gewählt, appellierte er : " Wir müssen alles dafür tun, dass Gruppierungen vom rechten Rand keinen Einzug in den Stadtrat finden. " Und : " Dieses Zeichen wollte ich hier heute Abend deutlich setzen. " Voraussetzung dafür sei aber eine hohe Wahlbeteiligung. Ansonsten wünsche er sich für die nächsten fünf gemeinsamen Jahre, dass diese spannend und erfolgreich werden mögen. Er freue sich auf die Konstituierung des neuen Stadtrates am 2. Juli.

Auch Ludwig Hoffmann betonte, Rechtsextremen kein Podium einzuräumen. Der Vorsitzende des Ortsvereins : " Wir müssen klare Kante geben, die wollen wir nicht. " Für die eigenen Parteifreunde stellte Hoffmann zudem ausdrücklich klar : " Wir wollen stärkste Fraktion werden. Das muss unser Ziel sein. " Dabei soll der SPD ihr Wahlprogramm helfen. Darin werden inhaltlich u. a. Schwerpunkte wie Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen, Kunst und Kultur für jedermann, vielfältige Sport- und Freizeitangebote, Umwelt- und Naturschutz sowie eine solide Finanzpoltik genannt.