• 23. Mai 2012



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Abfallwirtschaft Nordharz von Ausweitung der Lkw-Kilometergebühr betroffen


B6-Maut kostet Entsorger 15000 Euro

22.02.2012 05:28 Uhr |


Von Michael Pieper


Rund 60 Fahrzeuge der Abfallwirtschafts-Flotte in Reddeber müssen bis zum 1. August mit speziellen Messgeräten für die Maut ausgerüstet werden.

Rund 60 Fahrzeuge der Abfallwirtschafts-Flotte in Reddeber müssen bis zum 1. August mit speziellen Messgeräten für die Maut ausgerüstet werden. | Foto: Michael Pieper Rund 60 Fahrzeuge der Abfallwirtschafts-Flotte in Reddeber müssen bis zum 1. August mit speziellen Messgeräten für die Maut ausgerüstet werden. | Foto: Michael Pieper

Die vierspurige B6 zwischen Bernburg und Goslar wird ab August mautpflichtig für Lkw. Dirk Hirschfeld, Chef der Abfallwirtschaft Nordharz, rechnet mit Mehrkosten bis zu 15000 Euro.

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Reddeber l Bundesweit rund 1000Kilometer vierspurige Bundesstraße werden ab 1.August mautpflichtig für Lkw ab 12Tonnen Gesamtgewicht. Von den Plänen des Bundesverkehrsministeriums betroffen ist auch die B6 zwischen Goslar und Bernburg. Zwischen 14 und 29Cent pro Kilometer wird die zuständige Firma Toll Collect für Fahrten auf der Strecke einfordern.

Knapper Zeitplan: Mautstrecke kann nicht umfahren werden

Von der Gebührenordnung betroffen ist unter anderem auch die Abfallwirtschaft Nordharz. Geschäftsführer Dirk Hirschfeld: "Wir rechnen jährlich mit Mehrkosten zwischen 10 000 und 15000Euro." Der Mautstrecke über Städte und Dörfer auszuweichen, käme für seine Mitarbeiter nicht in Frage. "Unsere Routen sind fest geplant - und zwar mit der Zeitersparnis durch die B6." Von der "Bemautung" sei jedes der rund 60Fahrzeuge im Fuhrpark des Entsorgers mit Sitz in Reddeber betroffen.

Dirk Hirschfeld

Dirk Hirschfeld | Foto: Michael Pieper Dirk Hirschfeld | Foto: Michael Pieper

Ärgerlich seien neben den reinen Mehrkosten aus der Maut auch die "versteckten" Kosten im Zusammenhang mit der Umstellung. "Unsere Lkw müssen dafür ja erst einmal umgerüstet werden", so Hirschfeld. In den modernen Fahrzeugen der Flotte sei die Installation der für die Gebührenerhebung erforderlichen Mautgeräte ("On-Board-Units") zwar vorbereitet, aber "in unseren älteren Lkw muss die gesamte Verkabelung geändert werden".

Geräteeinbau kostet die Unternehmen Zeit und Geld

Das koste bis zu 500 Euro pro Einbau - und Zeit. "Jedes Fahrzeug in der Werkstatt bedeutet Dienstausfall." Die Messgeräte werden für den Gebrauchszeitraum von Toll Collect gestellt.

Die Mehrkosten werden letztlich an den Kunden weitergegeben, ist sich Hirschfeld sicher. "An unseren Abläufen können wir fast nicht mehr sparen. Die Touren sind bereits optimal geplant." Entlassungen muss seine Belegschaft aber nicht befürchten, betont der Geschäftsführer. "Schließlich müssen und wollen wir trotz allem die versprochenen Leistungen bringen."

Übrigens: Die Erweiterung der Maut auf vierspurige Bundesstraßen ist in Deutschland nicht gänzlich neu. Drei Straßenabschnitte in Hamburg beziehungsweise an der deutsch-französischen Grenze (Lauterburg) sind bereits seit 2007 kostenpflichtig.



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Copyright © Volksstimme 2012
Dokument erstellt am 2012-02-22 05:28:58
Letzte Änderung am 2012-02-22 05:28:58


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