Der Jungborn in der Nähe von Stapelburg soll nach dem Willen des stellvertretenden Ortsbürgermeisters Udo Kerwel ein Bürgerwäldchen erhalten. Kerwel selbst initiierte am Freitag die erste Neuanpflanzung.

Stapelburg (jni). Der Jungborn bei Stapelburg soll nach dem Vorbild des ehemaligen Wernigeröder Landesgartenschaugeländes ein Bürgerwäldchen erhalten.

Die Idee stammt vom stellvertretenden Ortsbürgermeister und Mitglied des Ortschaftsrates Udo Kerwel. Und er stieß auf positive Resonanz, wobei sich die Suche nach einem geeigneten Grundstück als schwierig erwies.

Der erste, mit Pfarrer Daniel Keiling und Ortsbürgermeister Hilmar Rasche abgestimmte Gedanke, den Bürgerpark auf dem Burgberg anzusiedeln, scheiterte an einem genehmigten Konzept des Burgbergvereins. Dann wurde die Idee geboren, den Park nach historischen Vorlagen am Jungborn anzusiedeln. Dazu wurde zunächst die Zustimmung der Heureka gGmbH als Pächterin des Geländes eingeholt.

Unterstützung gab auch Frank Schmidt, der Leiter des Gartenbauamtes Wernigerode. Bei der Ortsbegehung mit allen Beteiligten wurden die Pflanzpläne konkretisiert.

Vorgesehen ist, dass nach einem von Fachleuten festgelegten Plan, vor allem Laubbäume in dem Bürgerwäldchen gepflanzt werden. Wie beim Wernigeröder Vorbild erhalten die Pflanzen eine Stele mit Beschriftung, auf der der Anlass und der Name des Stifters genannt sind. Die Bäume werden in den ersten vier bis fünf Jahren von Fachleuten gepflegt. Für diese Leistungen bezahlt der jeweilige Baumpate einen einmaligen Betrag, der in etwa dem Preis im Bürgerwäldchen Wernigerode entspricht. In diesem dreistelligen Betrag sind der Baum selbst, der Dreibock zur Befestigung, die Granitstele mit gravierter Plakette sowie das Entgelt für das Pflanzen und die Pflege des jungen Bäumchens enthalten.

Am vergangenen Freitag pflanzten Tischtennisspieler aus Stapelburg, zu denen Kerwel gehört, und aus Stetten am Bodensee den ersten Baum dieses Parks - eine Silberlinde. Anlass war die 20-jährige Freundschaft der Tischtennisspieler aus den beiden Orten. Nach und nach soll so im Jungborn ein Park entstehen. Darin können Einzelpersonen oder Gruppen zu bestimmten Anlässen eine Patenschaft für einen Baum aus einer Reihe geplanter Baumpflanzungen übernehmen.

Um die Idee des Bürgerwäldchens mit Taten zu unterstützen, wendet sich Udo Kerwel mit einem Aufruf an alle Stapelburger und sonstigen Interessierten. Er bittet darum, im neuen "Jungborn-Bürgerpark" eine Baumpatenschaft zu übernehmen. "Baumpate kann jeder werden, und als Zeichen dessen wird an jeden Baum eine Stele mit entsprechender Widmung aufgestellt und jedem Baumpaten eine Urkunde ausgehändigt", erklärte er gegenüber der Volksstimme. Ansprechpartner für die nächste Pflanzaktion, die im Herbst dieses Jahres stattfinden wird, sind Udo Kerwel und Jürgen Bode.