Mit Riesenschritten nähert sich Hasselfelde einem besonderen Festwochenende - mit Pfingstfreuden, Schützenwettbewerb und Oldtimerausstellung. Vor allem aber mit dem Fest zum Jubiläum: 140 Jahre Feuerwehr. Kurz zuvor heirateten sogar schnell noch zwei junge Feuerwehrleute.

Hasselfelde. "Ja, ist denn heut‘ schon Feuerwehrgeburtstag?" – Das fragten sich Hasselfelder und Gäste schon letztes Wochenende. Der Grund: Mit großem Aufgebot war die Freiwillige Feuerwehr Hasselfelde um Raymond Rieche am Sonntag vor der Stadtkirche St. Antonius angetreten, um zwei Brandlöscher zu ehren.

Denn Nadine Kreutz (26) und Andreas Wachsmuth (24) hatten sich am Tag zuvor in Thale das Ja-Wort gegeben. Nun schritten die Oberfeuerwehrfrau und der Hauptfeuerwehrmann zur kirchlichen Trauung in Hasselfelde.

Dazu mussten die Notarfachangestellte und der Landwirt nicht nur durch das Ehrenspalier ihrer Kameradinnen und Kameraden unter dem Feuerwehrschlauch entlang-gehen und traditionell ihr Hochzeits-Holz sägen, sondern das Paar bekam auch ein ungewöhnliches Geschenk: eine Eselin namens "Biene".

Das Grautier hatten ihre Kameraden in Westerhausen besorgt und übereigneten es mit allen guten Wünschen an das Brautpaar – unter dem Beifall der Feuerwehr und vieler Schaulustiger. Das Vierbeinige Geschenk kam inzwischen auf dem Bauernhof der Familie in Hasselfelde gut unter. "Langsam kehrt wieder Ruhe ein", wie die Braut gestern der Harzer Volksstimme sagte.

Lange wird die Ruhe indes nicht dauern. Denn für Pfingstsonntag, 23. Mai, steht dann wirklich der 140. Jahrestag der Gründung der Feuerwehr Hasselfelde an.

Zwar hat es schon um 1788 sogenannte Feuerspritzen gegeben, am 1. Oktober 1870 aber wurde eine städtische Wehr gegründet, deren Geburtstag mit Festmeile gefeiert wird (siehe Kasten rechts). Feuerwehr und Feuerwehr-Förderverein sowie viele Helfer laden herzlich ein.