Wernigerode. Der "Kleine Harz" im Bürgerpark ist um eine Attraktion reicher. Schon zur feierlichen Wiedereröffnung der Miniaturenausstellung am 1. Mai bewunderten Besucher die aufgetürmten Steinblöcke, die die Kunstfelsen ersetzten, und das Werksgebäude – damals noch im Rohzustand. "Das sieht ja fast aus wie bei den richtigen Felswerken", stellten Gäste beeindruckt fest.

Eng verbunden mit dem Werk sind auch die Waggons der Rübelandbahn, die die Gesteinsbrocken abtransportieren. Klar, dass die Güterzüge beim Miniaturmodell des Rübeländer Unternehmens nicht fehlen durften. "Wir freuen uns, dass wir bei der Gestaltung dieses Modells Partner haben, die uns unterstützen", sagt Sandra Pech vom Wernigeröder Bürgerpark. So finanzierten die Felswerke die Modellierung des Geländes, die Havelländische Eisenbahn die Loks und VTG die Wagen. Die beiden Schienenlogistikunternehmen stellen auch bei den echten Felswerken Loks und Wagen für die Rübelandbahn.

"Wir identifizieren uns mit dieser Bahn", sagt Frank Heydecke von Felswerke. "Deshalb war es uns wichtig, dass die Züge so originalgetreu wie möglich aussehen."

Das tun sie auch – dank Stephan Nickell. Der Eisenbahnfan aus Blankenburg hat die Loks und Wagen in mühevoller Kleinarbeit bemalt. "Die Farbtöne sind zwar nicht exakt die gleichen. Aber das fällt wohl den wenigsten auf", so Nickell. Die Vertreter von VTG und der Havelländischen Eisenbahn zeigten sich auf jeden Fall von den Minizügen begeistert.

Bis das Werksgebäude der Felswerke seinem Original bis aufs i-Tüpfelchen gleicht, das dauert noch ein Weilchen. "Sechs Mitarbeiter der Oskar Kämmer Schule arbeiten derzeit an dem Modell", informiert Mario Sternitzke, neuer Leiter der Schauwerkstatt im Bürgerpark. Ein Teil des Modells stehe draußen, der Rest in der Werkstatt. "Damit die Besucher auch etwas davon haben, die Bahnen fahren natürlich auch." Der Gebäudetrakt mit den Hochöfen ist schon fertig. "Wir müssen noch die Farbe anpassen, die Schüttvorrichtungen und die Geländer der Öfen anfertigen. Alles in allem sind wir bestimmt noch sechs Monate beschäftigt." Auch thematisch ist die Schauwerkstatt übrigens in diesem Jahr auf die Felswerke ausgerichtet – wie 2009 auf den Brocken. "An den Wänden hängen Fotos vom Original, und die Besucher können uns bei der Vollendung des Modells über die Schulter schauen."