Trautenstein (bfa). Zügig "knabberte" gestern von früh an eine Riesenfräse die Straßendecke in Trautenstein auf, fuhren Laster das Material ab und bildeten eine lange Reihe.

Damit begann das überraschend vorgezogene Bauprogramm zur Sanierung der B 242 durch den Ort. Vor allem für den Durchgangsverkehr bringt die auf drei Wochen angelegte Vollsperrung Zeitverluste. Sind doch Umleitungen über Tanne/Elbingerode oder über Hasselfelde und gar Rothesütte in Thüringen zu fahren. Und auch auf diesen Strecken gibt es Behinderungen.

"Eine Zumutung", meinte da gestern mancher, andere sprachen von einem Segen, dass bei den kommunalen Geldproblemen heutzutage überhaupt noch gebaut werde. Und in drei Wochen gäbe es ja eine schöne neue Straße. In Trautenstein selbst komplizierte sich die Lage gestern besonders, da die Riesen-Fräse und der laufende Transport mit Großfahrzeugen das extra ermöglichte Hin- und Herflitzen der Einwohner erschwerte. "Das kann doch nicht wahr sein!", schimpfte zum Beispiel Günter Karries und sieht den Ortschef in der Pflicht, für bessere Regelungen zu sorgen. Denn auch Trautensteiner müssten nicht nur im, sondern auch aus dem Ort herausfahren, um einzukaufen oder zur Arbeit zu kommen.

"Der Bau läuft, jeder kommt durch – muss sich aber auch selbst kümmern und etwas Verständnis aufbringen", entgegnete Ortsbürgermeister Rainer Wernicke gestern auf Nachfrage. Das Mögliche sei geregelt. Er freue sich, dass es damit für Trautenstein wieder eine Verbesserung geben wird. Nur die Information über den schnellen Baustart hätte ruhig etwas früher kommen können.