Sascha Schoder von den "Panic Brothers" aus dem niedersächsischen Großburgwedel ist der neue Harzmeister 2010 im Rasentrekker-Rennen. Es wurde am Wochenende bei besten äußeren Bedingungen ausgetragen. Schoder war bereits 2007 auf Platz 2 gelandet und ein Jahr später schon einmal Harzmeister. Das beste Stapelburger Ergebnis fuhr mit Platz 12 in der Offenen Klasse Bukow Maume von den gastgebenden "Stapel-Racern" ein.

Stapelburg. Mit 800 Zuschauern wollten sich am Sonnabend etwas mehr Gäste als im Vorjahr die "tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten" nicht entgehen lassen.

Den Auftakt machten die "Schrauber-Zwerge" mit ihren bobby cars. Zumindest in dieser Altersgruppe und Disziplin schienen die Nordharzer wieder unschlagbar. Bei den unter Vierjährigen siegte Fabian Becker (4) aus Wasserleben. In der Klasse der Fünf- bis Achtjährigen verwies der Stapelburger Jens Mertins (5) die "Zwergenkonkurrenz" auf die Plätze.

Grundsätzlich anders, allerdings auch erwartungsgemäß, verliefen die Rennen für die gastgebenden "Stapel-Racer". In dem in diesem Jahr erstmals ausgetragenen Finallauf der besten "Rasenmäher" aller Kategorien spielten die Stapelburger praktisch keine Rolle mehr.

Zum Teil waren sie allerdings auch etwas vom Pech verfolgt. So stieg bei Gero Papies bereits beim ersten Lauf (offenes Rennen) die Bremse aus: "So etwas ist mir noch nie passiert, aber von da an ging halt gar nix mehr. Eigentlich hatte ich fest auf einen Platz im Mittelfeld spekuliert". Zwar versuchte Papies noch vor dem zweiten Lauf, die komplette Bremse zu wechseln, was allerdings misslang. Er war einer von fünf weiteren "Stapel-Racern, die sich, der "rasenden Konkurrenz" aus der gesamten Bundesrepublik zu stellen hatten.

"Ich bin halt einfach mitgefahren. Jetzt brauche ich auch erstmal ein Bier"

Immerhin, bester Stapelburger wurde Buko Maume, der seinen Platz 12 jubelnd und unter dem Beifall der Gastgeber, wie einen furiosen Sieg feierte. Zweitbester "Stapel-Racer" wurde Peter Röhling, der mit etwas hängenden Ohren in die Boxengasse zurückkehrte: "Ich bin halt mitgefahren, jetzt brauche ich auch erstmal ein Bier". Apropos Pannen: Zum Glück blieb das Rennen in diesem Jahr völlig unfallfrei - nichts zu tun für die Männer vom DRK. Abgesehen von einer netten Geste des im letzten Jahr verunglückten Heiko Flensberg. Dieser konnte zwar dieses Mal berufsbedingt nicht in Stapelburg antreten, schickte aber als Gruß und nachträgliches Dankeschön für die damals geleistete Erste Hilfe einen Kasten Bier vorbei. DRK-Ortsvereinsvorsitzender Siegfried Vollbrecht zeigte sich ebenso überrascht wie erfreut.

Kleinere Pannen gab es aber dennoch: Ein Fahrer verlor eines seiner Räder, ein anderer hatte sich in einer der zahlreichen "Kuhstall-Schleifen" etwas zu waghalsig in die Kurve gelegt und war umgekippt, kein Problem. Bei einem Dritten riß der Sitz aus der Halterung - damit war das Rennen für ihn gelaufen.

Gewohnt professionell, verrichtete Stadion-Sprecher Ullrich Leßmann seinen Job.

"Professionell organisiert. Das kriegen längst nicht alle so hin"

Er verkündete nicht nur neue Rundenrekorde (35,33 s, aufgestellt von Ronny Möller), sondern auch Höchstgeschwindigkeiten jenseits der 50 km/h. Symptomatisch die Einschätzung vom "Presseprecher" der "Panic Brothers": "Das ist hier alles sehr professionell durchorganisiert. Davon können sich die Organisatoren vieler anderer Rennen eine Scheibe abschneiden. Stimmung ist ausgezeichnet, Wetter passt, was will man mehr?" Komplimente, die sich ein weiteres Mal die Stapelburger Feuerwehrleute ans Revers heften können.

Nach dem "Heizen" auf vier Rädern, heizte "Tutti" am Abend den Gästen mit seiner Gitarre in gewohnter Manier nochmal kräftig ein.

   

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