Für den Rogätzer Tischtennisspieler Peter Eh- recke endete das Jahr 2013 erfolgreich. Der Behindertensportler brachte von den Deutschen Meisterschaften im schleswig-holsteinischen Alveslohe eine Silber- und eine Bronzemedaille mit.

Rogätz l Peter Ehrecke spielt seit 1958 Tischtennis. Zuerst bei Traktor, später bei Concordia Rogätz. "Probiert habe ich auch schon Sitzball. Mit der Mannschaft der damaligen Sportgemeinschaft Motor Mitte Magdeburg wurde sich sogar fünfmal DDR-Vizemeister", erzählt der 65-Jährige, der seit seine Kindheit mit der Behinderung durch ein verkürztes Bein leben muss. Dem Sport an der grünen Platte gehört die ganze Leidenschaft des Rogätzers.

Im Finale auf einen alten Bekannten getroffen

Peter Ehrecke ist nicht nur eine starke Stütze der vierten Herrenmannschaft des Sportvereines Concordia Rogätz, die in der ersten Kreisklasse spielt, sondern auch ein erfolgreicher Einzelstarter. Bei den Deutschen Meisterschaften in Alveslohe hatte es der Rogätzer nach sechs erfolgreichen Spielen bis in das Finale seiner Altersklasse geschafft. "Dort traf ich auf Gerhard Wachter aus München. Ein alter Bekannter, denn er hatte mich vor zwei Jahren im Halbfinale besiegt und wurde später Deutscher Meister", berichtet Peter Ehrecke. Auch dieses Mal war der Bayer nach einer hart umkämpften Partie am Ende erfolgreich und schmückte sich mit der Goldmedaille. "Doch ich habe mich auch über Silber sehr gefreut", bekennt Peter Ehrecke.

Er trat dann noch einmal im Doppel an. An seiner Seite spielte sein langjähriger Partner Daniel Meinke aus Stralsund. Gemeinsam schafften es die beiden Athleten auf den Bronzeplatz. "Es war schon eine sehr anstrengende Meisterschaft mit immerhin zwölf Spielen in zwei Tagen. Das steckte noch einige Tage später in den Knochen", kommentiert Peter Ehrecke.

Der Diplomchemiker für Lebensmittelindustrie hält sich aber nicht nur mit Tischtennis fit. "Ich fahre auch viel mit dem Fahrrad. Pro Woche kommen da mindestens 100 Kilometer zusammen", erzählt der deutsche Vizemeister. Früher hat er sich an der grünen Platte in der Garage auch oft mit Sohn Jens duelliert. "Doch da habe ich seit einigem Jahren keine Chance mehr", bedauert Peter Ehrecke, der zweimal in der Woche 90 Minuten lang trainiert.

Tolle Bedingungen mit der neuen Elbe-Ohre-Halle

"Wir Tischtennisspieler haben jetzt mit der neuen Elbe-Ohre-Halle hervorragende Bedingungen. Wir können viel mehr Tische stellen", lobt er, "das kann der hervorragenden Nachwuchsarbeit in unserem Verein nur förderlich sein."