In Zusammenarbeit mit den Kindertageseinrichtungen hat die Gemeinde- verwaltung in Barleben ein Leitbild für die Betreuung der Jüngsten erarbeitet. Beispielsweise soll ihre individuelle Entwicklung ganzheitlich gefördert werden.

Barleben l Um die Entwicklung der jüngsten Mitglieder der Gemeinde so optimal wie möglich zu gestalten, hat die Verwaltung in Barleben zusammen mit den Kindertageseinrichtungen ein Leitbild erarbeitet. Bereits im Jahr 2011 wurde eine Richtlinie für die Betreuung in Kindergärten, -krippen und -tagesstätten der Einheits- gemeinde entwickelt. Ende des vergangenen Jahres entstand schließlich das grundlegende Leitbild. "In vielen intensiven Gesprächsrunden wurden die Aufgaben und allgemeinen Zielstellungen, aber auch Alleinstellungsmerkmale gegenüber Einrichtungen anderer Gemeinden herausgearbeitet und in dem Grundlagenpapier festgehalten", heißt es in einer Informationsvorlage der Verwaltung.

Darin enthalten sind Vor- gaben und Ziele für die tägliche Arbeit mit den Kleinen. Das Leitbild solle als Orientierung dienen und Sicherheit geben. "Hinsichtlich der aktuellen Entwicklungstendenzen verstehen sich unsere Einrichtungen als eine Säule der sozialen Grundversorgung und leisten einen nicht unerheblichen Beitrag zur Gestaltung der Lebensbedingungen von Familien", ist der Vorlage zu entnehmen.

"Durch qualitativ hochwertige Angebote sollen die Kinder befähigt werden, Herausforderungen anzunehmen."

Informationsvorlage der Gemeindeverwaltung Barleben

So seien die Erzieher beispielsweise "Wegbegleiter und Unterstützer im Bildungs- und Erziehungsprozess", die den Kindern Geborgenheit und Orientierung geben und sie befähigen, ihr Leben selbst zu gestalten. "Wir fördern die Kinder ganzheitlich in ihrer individuellen Entwicklung", ist im Leitbild aufgeführt. Die Jüngsten sollen demnach selbstbewusst und selbstbestimmt erzogen werden. "Durch qualitativ hochwertige Angebote sollen die Kinder befähigt werden, die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen anzunehmen und zu bewältigen", ergänzt die Verwaltung in ihrer Informationsvorlage. Desweiteren wollen die Mitarbeiter der Einrichtungen über eine sogenannte Eziehungspartnerschaft in ständigem Austausch mit den Müttern und Vätern zusammenarbeiten.

Jedem Kind sollen unter Rücksichtnahme auf den jeweiligen Förderbedarf die gleichen Entwicklungs- und Bildungschancen zukommen - ungeachtet seiner sozialen, kulturellen und persönlichen Situation. Zudem stehen soziale Kompetenzen wie der respektvolle Umgang miteinander, Hilfsbereitschaft, aber auch Zuverlässigkeit und Verantwortungsbereitschaft an oberster Stelle.

Damit die Erzieher den Anforderungen des Leitbildes gerecht werden können, sind in dem Grundsatzpapier auch materielle, technische, personelle sowie kooperative Rahmenbedingungen festgehalten. Beispielsweise solle die Gemeinde als Träger der Einrichtungen gewährleisten, dass "die zur Befriedigung des Bedarfs notwendigen Vorhaben rechtzeitig und ausreichend geplant und die erforderlichen Ressourcen im Rahmen der Verfügbarkeit der Haushaltsmittel bereitgestellt werden". Weiterhin sei es Aufgabe der Gemeindeverwaltung, kompetentes Personal bereitzustellen und die Mitarbeiter zu fördern. Fachkräfte, Eltern und die Gemeinde sollen zum Wohl der Kinder zusammenarbeiten.

Jede Einrichtung verfügt über ein eigenes pädagogisches Konzept, um das Leitbild umzusetzen.