Traditionell richtet Volksstimme-Redakteur Burkhard Steffen zum Jahreswechsel drei Fragen an die Bürgermeister der Verbandsgemeinde Elbe-Heide. Heute: Verbandsgemeindebürgermeister Thomas Schmette (CDU).

Volksstimme: Was betrachten Sie als die wichtigsten Ereignisse in Ihrer Gemeinde im Jahr 2013?

Thomas Schmette: Das vergangene Jahr sehe ich positiv. Die Verbandsgemeinde und alle Mitgliedsgemeinden hatten ausgeglichene Haushalte und konnten wie auch in den Vorjahren kräftig investieren. Als größte Baumaßnahmen sind das Gemeindezentrum und die Sporthalle in Rogätz abgeschlossen worden und in Betrieb gegangen.

"Steuern und Gebühren sind im vierten Jahr hintereinander nicht gestiegen."

Steuern und Gebühren sind in allen sieben Mitgliedsgemeinden im vierten Jahr hintereinander nicht gestiegen. Lediglich bei Wasser, Abwasser und Gewässerunterhaltung gab es Abweichungen, sowohl nach oben, als auch nach unten. Nachhaltigen Eindruck hat bei uns das Juni-Hochwasser der Elbe hinterlassen. Lobenswert ist in diesem Zusammenhang die Arbeit der Feuerwehren und der Wasserwehr unserer Verbandsgemeinde sowie die Hilfe der unzähligen Freiwilligen zu erwähnen. Nachdem Vermessungen stattgefunden haben, erwarten wir zu Beginn des neuen Jahres erste Vorschläge, um Loitsche sicher zu schützen.

Wir erhoffen uns natürlich auch, dass das Land die Deiche wie versprochen DIN-gerecht saniert und auch, dass das Land die beantragten Fördermittel für die Stützmauer in Rogätz ausreichen wird.

Volksstimme: Was erwarten Sie für Ihre Gemeinde im Jahr 2014?

Thomas Schmette: Da haben wir uns viel vorgenommen. Hier nur einige Beispiele: Zu Beginn des Jahres wird die neue integrative Kindertagesstätte in Heinrichsberg eröffnet. In Zielitz geht es weiter mit dem Bau des Dorftheaters. Auch der Altbauteil der Zielitzer Grund- und Sekundarschule nebst Außenanlagen wird in den nächsten Jahren grundlegend saniert und erweitert. In Colbitz erhoffen wir uns zu Beginn des Jahres, dass der Fördermittelbescheid des Landes Sachsen-Anhalt für das neue Feuerwehrgerätehaus übergeben wird. Der Bau des neuen Gerätehauses ist in zwei Jahresscheiben für 2014 und 2015 geplant.

Volksstimme: Was halten Sie von der Landesverordnung zur Schulentwicklungsplanung?

Thomas Schmette: Mit dem neuen Kinderförderungsgesetz, das wir gemeinsam mit etwa 60 weiteren Städten und Gemeinden verfassungsgerichtlich überprüfen lassen, haben wir gedacht, dass es nun nicht mehr schlimmer kommen kann.

Aber das Land hat sich selbst übertroffen. Mit der neuen Schulentwicklungsplanungsverordnung sind erhöhte Mindestschülerzahlen eingeführt worden, die uns letztlich zu Schulschließungen zwingen, die hier keiner will.

Der Schulentwicklungsplan des Landkreises sieht "Handlungsbedarf" schon ab dem Schuljahr 2014/15 für die Grundschulen Angern und Hillersleben vor. Mit anderen Worten: Es darf in beiden Schulen keine erste Klasse mehr eingeschult werden. Dies ist schon schlimm genug. Ich hoffe, dass die zur Zeit diskutierten Pläne des Landes, nun auch noch das Auslaufmodell zu kippen, in der Schublade verbleiben. Das so genannte Auslaufmodell bedeutet, dass die übrigen Klassen am Schulstandort verbleiben dürfen.

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