Sechs Kinder aus Groß Ammensleben ziehen dieser Tage abwechselnd mit einer besonderen Mission durch die Orte in der Niederen Börde. Mit ihrem Gesang bitten sie um eine Spende für Flüchtlingskinder im afrikanischen Malawi und weltweit.

GroßAmmensleben l Bekleidet mit bunten Umhängen, auffälligem Kopfschmuck und ausgestattet mit einem großen Sternenstab, Weihrauch und einer Spardose sind Kinder aus Groß Ammensleben am Freitag stundenlang von Tür zu Tür durch den Ort gezogen. Wer öffnete, wurde von Theresa Lippelt, Carolin Staatz sowie Justus und Valentin Masuth mit christlichen und versöhnlichen Liedern begrüßt. Auf diese Weise baten die kleinen Sternsinger um eine Spende für verschiedene Hilfsprojekte, unter anderem in Afrika, Südamerika und Osteuropa. Ihren Besuch hatten sie vorher angekündigt.

"Es ist schön, wenn man die Leute strahlen sieht."

Theresa Lippelt (10), Sternsingerin aus Groß Ammensleben

"Oh Lord, you\'re wonderful to me. Your mercy and love set me free" - zu Deutsch "Oh Herr, du bist wundervoll zu mir, deine Gnade und Liebe machen mich frei" - lauteten die ersten Zeilen eines ihrer Lieder. "Das Lied wurde auch in einem Flüchtlingslager in Malawi gesungen", erklärte Benedikt Schlatt-Masuth den jeweiligen Zuhörern, als die Kinder die letzte Strophe beendet hatten. Der Groß Ammensleber organisiert seit vielen Jahren die Tour von Caspar, Balthasar, Melchior in der Niederen Börde.

Als Belohnung für ihren Besuch bekamen die Schüler Geldspenden für ihre besondere Hilfsmission - und ein paar Süßigkeiten für den eigenen Zuckerbeutel. Das jedoch sei nicht der einzige Grund, weshalb sich die Kinder zum wiederholten Mal an der Aktion beteiligen. "Man ist an der frischen Luft, kann singen und alle freuen sich. Es ist schön, wenn man die Leute strahlen sieht", sagte die zehnjährige Theresa.

"Es war schon mal mehr, aber es ist okay."

Benedikt Schlatt-Masuth organisiert die Sternsinger-Tour

Insgesamt sind in diesem Jahr sechs Kinder als Heilige drei Könige unterwegs, jeweils zu viert an einem Tag. Am Freitag besuchten sie von 9 bis 12 Uhr hauptsächlich Firmen. "Es sind 242 Euro zusammengekommen. Es war schon mal mehr, aber es ist okay", sagte Benedikt Schlatt-Masuth. Im Vorjahr seien es insgesamt rund 1000 Euro gewesen.

Vielleicht kommen die Sternsinger nach ihrer zweiten Tour am kommenden Sonntag doch noch auf eine ähnliche Summe. Gegen 10 Uhr wollen sie sich erneut auf den Weg machen und Spenden für Flüchtlingskinder in Malawi und anderen Ländern sammeln. Neben Groß Ammensleben sind dann auch Klein Ammensleben und Samswegen Teil der Route. Auf Wunsch segnen Caspar, Balthasar und Melchior auch das Haus und seine Bewohner, für die sie singen. Mit Kreide oder einem Aufkleber bringen sie dann den Segensspruch 20*C+M+B+14 an einem Türrahmen an.

Wer möchte, dass die Sternsinger vorbeikommen, kann sich bei Benedikt Schlatt-Masuth melden. "Bisher war die Resonanz gering, das ist ein bisschen schade", bedauerte er.

Kontakt zu Benedikt Schlatt-Masuth unter Telefon 039202/50802, Informationen zu den Hilfsprojekten im Internet unter www.sternsinger.org

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