Auf dem Gelände der Abfallentsorgungsgesellschaft "Untere Ohre" in Elbeu hat es am Dreikönigstag gebrannt. Ein meterhoher Haufen Altholz hatte sich im Inneren stark erhitzt und schließlich selbst entzündet. 45 Kameraden der Feuerwehr waren im Einsatz.

Elbeu l Dichter Rauch ist unentwegt aufgestiegen, während die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren den Brand auf dem Gelände der Abfallentsorgungsgesellschaft "Untere Ohre" in Elbeu löschten. In einem Durchmesser von etwa zehn Metern hatte sich auf einem Lager- und Schredderplatz am Montagmittag ein meterhoher Haufen aus Baum- und Strauchschnitt entzündet.

"Das Problem sind die Glutnester im Innenbereich."

Dirk Bischoff, Einsatzleiter der Feuerwehr Wolmirstedt

"Das Altholz liegt dicht gepresst. Und durch die Feuchtigkeit hat sich die Temperatur im Inneren erhöht. Anschließend kam es zur Selbstentzündung", erläuterte Reinhard Schulz, Geschäftsführer der kreiseigenen Abfallentsorgungsgesellschaft in Elbeu. Seit etwa einem Vierteljahr lagere das Altholz auf der Fläche, geschreddert werde nach den Feiertagen ab heute wieder täglich. "Die Temperatur wurde zuletzt am 27. Dezember gemessen", sagte Reinhard Schulz. Zu diesem Zeitpunkt sei es im Inneren der Schredderholz-Haufen 35 bis 40 Grad Celsius und damit unbedenklich warm gewesen. "Gefährlich wird es ab 70 Grad", erklärte der Geschäftsführer.

Insgesamt 45 Kameraden der Feuerwehren aus Wolmirstedt und Glindenberg sowie der Löschgruppe aus Mose waren seit dem Mittag im Einsatz, um das Feuer zu ersticken. Als die Flammen unter Kontrolle waren, konnten die Brandschützer jedoch noch nicht abrücken.

"Ich bin wirklich richtig glücklich, dass es unten nicht gebrannt hat."

Reinhard Schulz, Geschäftsführer der Abfallentsorgungsgesellschaft

"Wir werden wahrscheinlich noch bis tief in die Nacht zu tun haben", schätzte Dirk Bischoff, Feuerwehreinsatzleiter vor Ort, am Nachmittag. "Das Problem sind die Glutnester im Innenbereich", erklärte er. "Wir versuchen, mit Radladern das Material wegzunehmen und das Schlechte vom Guten zu trennen."

Trotz der augenscheinlich großen Menge an verglühtem Altholz halte Geschäftsführer Reinhard Schulz den entstandenen Schaden für gering: "Circa 1500 Euro", schätzte er. Wesentlich schlimmer sei es ihm nach gewesen, hätte es 150 bis 250 Meter weiter südwestlich gebrannt - dort, wo unter anderem der Kunststoff- und Sperrholzmüll gelagert wird. Dann nämlich wären vermutlich giftige Gase freigesetzt worden. "Ich bin wirklich richtig glücklich, dass es unten nicht gebrannt hat", sagte Reinhard Schulz erleichtert. Eine Gefahr für die Bevölkerung hat durch den Altholz-Brand ihm zufolge "zu keiner Zeit" bestanden.