Die Mitglieder des 2006 gegründeten Heimat- und Kulturvereines Sandbeiendorf pflegen ein reges Vereinsleben. Das wurde einmal mehr bei der Jahresabschlussfeier in Bienefelds Saal deutlich.

Sandbeiendorf l Für Generationen von Sandbeiendorfern war Bienefelds Saal kulturelles Zentrum des Dorfes. Hier fanden Tanzabende, Hochzeiten und zahlreiche andere Feste statt. "Helga und Detlef Rademeier ist es zu verdanken, dass der Saal nicht nur aufwändig saniert wurde, sondern dabei auch das historische Ambiente erhalten blieb", würdigte Vereinsvorsitzender Günter Grau bei der Jahresabschlussfeier der Sandbeiendorfer Heimat- und Kulturfreunde die Verdienste der Gastgeber.

Gast der Veranstaltung war auch der Burgstaller Bürgermeister Sigurd Heimann (parteilos), der sich noch an Auftritte mit seiner damaligen Band auf Bienefelds Saal erinnern konnte.

Bei altmärkischem Tiegelbraten zog Günter Grau dann eine Bilanz der Vereinstätigkeit im vergangenen Jahr. "Wir hatten Anfang des Jahres einen recht anspruchsvollen Arbeitsplan aufgestellt. Umso erfreulicher ist, dass er vollständig abgearbeitet werden konnte", stellte der Vereinsvorsitzende fest. Zu den Höhepunkten im Jahr 2013 zählte Günter Grau unter anderem den interessanten Vortrag über den Tierfilmer, Wild- und Verhaltensforscher Heinz Meynhardt von Dr. Ulrich Weber aus Burg oder das von Vereinsmitgliedern mitgestaltete Jubiläum der Kita "Sonnenkäfer". "Unser Verein sponserte dabei 60 mit Helium gefüllte Luftballons, die von den Kindern auf die Reise geschickt wurden und bis in die nördliche Altmark oder nach Brandenburg flogen."

Kremsertour führte zum Siebenarmigen Wegweiser

Außerdem gab es eine Kremsertour zum Siebenarmigen Wegweiser mit einem Picknick im Wald sowie eine Fahrt zum Jagdschloss Letzlingen. "Dazu haben wir als Sandbeiendorfer eine besondere Beziehung, schließlich musste unser Dorf im 18. Jahrhundert mehrere Treiber für die Wolfsjagden stellen", merkte Günter Grau an. Die Heimat- und Kulturfreunde organisierten auch eine Bürgerversammlung, um gegen eine Schließung der Sandbeiendorfer Kläranlage zu protestieren. "Fazit ist: Die Kläranlage bleibt bestehen, doch die Grundgebühr für die Schmutzwasserbeseitigung steigt", teilte der Vereinsvorsitzende mit.

Zwei Buchen vor dem Bürgerhaus gepflanzt

Weitere Aktivitäten waren das Maibaumrichten, das Pflanzen von zwei Buchen am Bürgerhaus, ein öffentlicher Bastelabend, das Martinsfest oder eine gemeinsam Radtour.

Der Sandbeiendorfer Heimat- und Kulturverein war am 15. September 2006 gegründet worden. Derzeit gehören ihm 20 Mitglieder an, die alle aus Sandbeiendorf kommen. "Das ist bei 250 Einwohnern schon bemerkenswert", konstatierte Grau, der auch darauf hinwies, dass das Ortsteilwappen auch gleichzeitig Vereinswappen ist.

Auch für das Jahr 2014 nehmen sich die Vereinsmitglieder wieder viel vor. Günter Grau wies noch darauf hin, dass in diesem Jahr turnusmäßig ein neuer Vorstand gewählt werden muss.