Ein einsatzreiches Jahr liegt hinter den Groß Ammensleber Feuerwehrkameraden. Mit 24 waren es 8 Einsätze mehr als 2012. Zudem investierten sie viel Zeit in Ausbildung und kulturelles Leben.

GroßAmmensleben l Die Öffnung einer Tür, wobei niemand weiß, was ihn dahinter erwartet, ein Verkehrsunfall mit einer eingeklemmten Person und eine Ölspur auf der Bundesstraße 71. Schon allein die ersten drei Einsätze der Feuerwehr Groß Ammensleben im Jahr 2013 beschreiben eindrücklich, wie abwechslungsreich das Einsatzgeschehen sein kann. Sie dokumentieren aber auch, dass die Feuerwehrmänner und -frauen auf alles gefasst sein müssen, wenn die Sirene ertönt. "Viele Fragen gehen uns durch den Kopf, denn wir wissen meist nicht, was uns am Einsatzort erwartet", erklärte Ortswehrleiter Martin Kutscha anlässlich der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Groß Ammensleben.

Zugleich appellierte er an seine Kameraden, das Handeln im Einsatz genau zu überdenken und auf die eigene Sicherheit zu achten. "Unsere Gesundheit geht vor", fügte er hinzu. Doch nicht nur körperlich, sondern auch psychisch mussten die Groß Ammensleber Feuerwehrleute bei ihren 24 Einsätzen viel aushalten. Bei drei Unfallopfern kam jede Hilfe zu spät, sie mussten tot aus den Fahrzeugen geborgen werden.

Nach wie vor steht die technische Hilfeleistung in der Rangliste der Einsatzarten ganz weit vorn, 2013 waren es 75 Prozent der Einsätze der Groß Ammensleber Kameraden, der Rest waren Brände oder Fehlalarmierungen durch Brandmeldeanlagen. Bei jedem der Einsätze waren mindestens acht Kameraden zur Stelle, wenn die Sirene heulte, einmal waren sogar 26 Kameraden einsatzbereit. "Im Durchschnitt lag unsere Einsatzstärke bei 15,6 Kräften", nannte der Ortswehrleiter eine weitere statistische Zahl.

"Heruntergerechnet jeden Monat zwei Einsätze, ich bin stolz auf euch und bedanke mich bei euch für die Einsatzbereitschaft", sagte Bürgermeisterin Erika Tholotowsky und erinnerte sich aber auch an ein schönes Jubiläumswochenende aus Anlass des 50-jährigen Bestehens der Jugendfeuerwehr.

"Ihr habt Einsätze, absolviert die Ausbildung und bestimmt auch noch das gesellschaftliche Leben mit", fasste Ortsbürgermeister Rüdiger Pfeiffer zusammen und freute sich über den guten Ruf, den die Groß Ammensleber Feuerwehr auch über die Ortsgrenzen hinaus hat. Doch dieser gute Ruf basiert nicht zuletzt auf einer guten Ausbildung und Fachkenntnis bei Einsätzen. In die Ausbildung investiert besonders die 38-köpfige Einsatzabteilung viel Zeit. Im Ergebnis dessen konnte die Wehrleitung wieder zahlreiche Beförderungen vornehmen. "Das sind die Früchte der Lehrgänge", sagte Martin Kutscha.