Die Freiwillige Feuerwehr Colbitz zählt zu den wenigen Wehren im Landkreis Börde, die rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche einsatzbereit sind. Auf ihrer Jahreshauptversammlung zogen die Colbitzer Feuerwehrleute eine Bilanz des vergangenen Jahres.

Colbitz l Nicht ganz alltägliche Brände hielten die Colbitzer Kameraden im vergangenen Jahr in Atem. So brannte es in der Sauna und in der Brauerei. Bei Erntearbeiten geriet auch ein moderner Mähdrescher in Brand. Dazu kamen Wald-, Wohnungs- und Schornsteinbrände. Damit waren genau bei der Hälfte aller 22 Einsätze im vergangenen Jahr Brände zu bekämpfen, konstatierte Wehrleiter Bastian Sölter in seinem Rechenschaftsbericht. Aber auch bei technischen Hilfeleistungen oder beim Hochwassereinsatz waren die Colbitzer Kameraden gefragt, ihrem Slogan "Unsere Freizeit für Ihre Sicherheit" alle Ehre zu machen.

Dabei kam aber auch die Ausbildung nicht zu kurz. Wenn auch Bastian Sölter eine noch regere Teilnahme an den freitäglichen Standortausbildungen anmahnte, waren zusätzlich 45 Kameraden bei Aus- und Weiterbildungen auf Kreisebene und weiteren fünf auf Landesebene.

Gute Arbeit leisten auch die Kinder- und Jugendwarte, lobte Bastian Sölter. Derzeit betreuen sie 13 Kinder sowie 9 Jugend- liche, die neben der feuerwehrspezifischen Ausbildung auch zahlreiche interessante Freizeitaktivitäten gestalteten. Dazu gehörten unter anderem ein Besuch beim Team des Rettungshubschraubers "Christoph 36" oder eine Exkursion zur Leitstelle in Haldensleben.

Ein Ergebnis der guten Öffentlichkeitsarbeit der Wehr dürfte auch der weitere Zuwachs sein. So stellte der Wehrleiter mit Maria Braklow, Mandy Hillert, Susann Sölter, Kevin Ebert und Matthias Nielebock neue Mitglieder vor.

Bei einem Tag der offenen Tür sollen am 14. Juni weitere Bürger für die Feuerwehrarbeit sensibilisiert werden. "Ein Höhepunkt in diesem Jahr wird der Baubeginn für unser neues Gerätehaus sein", kündigte Bastian Sölter an.

"Das Land hat die Fördermittel dafür in seinem Haushalt eingeplant. Wir warten jetzt auf den Fördermittel- bescheid", informierte Verbandsgemeindebürgermeister Thomas Schmette, der auch darauf hinwies, dass die Verbandsgemeinde in ihren Haushalt 360000 Euro für die Feuerwehren eingestellt hat.

"Die hohe Einatzbereitschaft der Wehr erfüllt mich mit Stolz", sagte Eckhard Liebrecht, stellvertretender Colbitzer Bürgermeister. Er lobte außerdem die gute Zusammenarbeit der Colbitzer Feuerwehr mit anderen Wehren. Die Praxis gemeinsamer Ausbildungseinheiten mit Wehren aus den Nachbardörfern soll weiter fortgeführt werden, erklärte Bastian Sölter.

Den hohen Stellenwert der Ausbildung hob noch einmal Verbandsgemeindewehrleiter Egbert Fitsch hervor. "Das ist nicht nur für das Beherrschen der Technik wichtig, sondern auch für die Sicherheit jedes einzelnen Kameraden."

Dann schlug die Stunde der Meisterköche in der Colbitzer Feuerwehr. Sie hatten wieder ein leckeres Pilzgulasch mit Knödeln, Rotkohl und Rosenkohl gezaubert.